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Fahrwerk, Bremsen, Lenkung

Fahrwerk, Bremsen, Stoßdämpfer, Federn, Stabilisator, Radlager, Antriebswellen, Lenkung.

Archiv bis 2024: Fahrwerk

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Hallo Zusammen

Mit den neuen, gekapselten vorderen Radlagern sind die Radialdichtringe nicht mehr notwendig.

Diese sind auch im Shop nicht mehr lieferbar und im Netz nicht zu finden.

Darum möhte ich meine verbauten Radialditringe bei der Demontage NICHT zerstören.

Es könnte sein, dass dieses rare Teil doch noch einmal gebraucht wird.....?

 

Aber: wie können diese Radialdichtringe zerstörungsfrei ausgebaut werden?

Seit Tagen habe ich den Übergang zum Alu-Achstragkörper mit Injektorenlöser

eingesprayt, aber der Radialdichtring sitzt immer noch fest.

Besten Dank für einen Tip.

Beste Grüsse, Urs

 

Hallo Urs

ich hebele sie mit einem Schraubenzieher von der Innenseite langsam heraus. Am besten einen großen Flachschlitz Schraubenzieher verwenden und reihum loshebeln. Er wird zwar leicht verdrückt werden kann aber immer noch verwendet werden.

 

LG Andreas

 

Hallo zusammen,
habe nun mal die vor Jahren im Clublager gekauften hinteren Bilstein Stoßdämpfer "wiedergefunden" und möchte mit diesen 2 Federbeine hinten renovieren. Dabei stoße ich auf 2 Problemchen:
1) Der neue Bilstein Dämpfer ist etwa 5 mm dicker als der alte Seriendämpfer, wodurch der untere Federteller natürlich nicht mehr über den neuen Dämpfer gestülpt werden kann.
2) Der neue Bilstein Dämpfer hat zur axialen Arretierung des unteren Federtellers lediglich einen sehr "zierlichen" offenen "Sprengring", der sich in einer ebenso   "zierlichen" Nut im Stoßdämpfer befindet. 

S. H.  erklärte mir, dass in diesem Fall die Bohrung "mit Kragen" im Federteller so weit auszuarbeiten ist, bis der Federteller über den neuen Stoßdämpfer gestülpt werden kann. Weil der "zierliche" Sprengring dem so ausgearbeiteten Federteller nur wenig Auflagefläche bietet, sei dort als Zwischenlage eine spezielle große Scheibe zwischen Sprengring und Federteller zu legen, um hier das Abgleiten des unteren Federtellers zusammen mit dem Sprengring und somit das Herunterfallen des Hecks zu vermeiden. Diese Scheiben fand ich nicht und der offene "zierliche" Sprengring kann mich gerade angesichts der hohen dynamischen Kräfte beim Aus- und Einfedern nicht so recht überzeugen. Somit ersann ich eine alternative Lösung um deren Bewertung ich euch hier bitte. 
Der in meinen Augen wesentliche Vorteil an meiner Alternativlösung ist die Maßnahme, dass dem offenen Sprengring eine geschlossene Buchse übergestülpt wird, welche dem Sprengring die Möglichkeit nimmt, während der dynamischen Federungsbewegungen sich zu weit zu öffnen und schließlich am Stoßdämpfer herabzugleiten. Darüber hinaus bietet die geschlossene Buchse durch einen oben angedrehten, abgerundeten Bund die Möglichkeit den unteren Schutzfaltenbalg am unteren Ende über den Bund zu stülpen und somit unten zu befestigen. 
Einen kleinen Nachteil sehe ich darin, dass der Hinterwagen durch die Buchsenhöhe zwischen Sprengring und Auflage Federteller um etwa 15 mm nach oben wandert. Dieser Nachteil ist noch kleiner, wenn an den vorderen Federbeinen der neuen Ausführung die BMW Domlager verbaut sind welche ja den Vorderwagen auch um etwa 20 mm anheben. 
 

 

Hallo Manfred,

 

dieser zierliche Sprengring wird von Bilstein seit Jahren bei fast allen Bilstein-Fahrwerken verwendet und reicht tatsächlich aus. Kritisch wird es höchstens dann, wenn der Federteller "unsauber" aufgebohrt wird. Für diesen Fall liefern wir passgenaue Beilagscheiben mit (normalerweise...). Ich bin mit diesen Dämpfern in mehreren Ros schon mehr als 200.000km gefahren, Probleme hatte ich nie. 

 

Wir verkaufen die Bilstein Dämpfer seit fast 20 Jahren, mit Sicherheit über 200 Satz, ein einziges mal gab es einen Fall, wo so ein Sprengring weggerutscht ist und da liegt die Vermutung nahe, dass er in dem Fall nicht korrekt in der Nut saß... Dieser Dämpfer wurde von Bilstein ersetzt.

 

Rotierende Grüße
Andreas

 

Hallo Andreas, 
danke für deinen Beitrag aus Jahrzehnten Erfahrung. Die tolle Erfolgsquote der Bauart beruhigt die Gemeinde und mich ein wenig. Nichtsdestotrotz möchte ich die gezeigte Buchsenkonstruktion mal einsetzen, auch um das untere Ende des unteren Faltenbalgs einfach zu arretieren. Das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen. Wie kriegt man den Faltenbalg rutschfest an den Stoßdämpfer befestigt. 
Ich hoffe, dass du mir sowohl als GTÜ Sachverständiger als auch als sehr erfahrener Ro 80 Techniker deinen Segen für meine Buchsen geben kannst. 
Viele Grüße Manfred aus OWL

 

Hallo zusammen,

 

nach 10 Jahren Standzeit versuche ich unser Erbstück wieder flott zu bekommen. Der Ro 80 widersetzt sich dem intensiver als gedacht.

Die Bremsen vorne waren fest, die Kolben bis zur Dichtung hin verrostet. Mit dem im Shop erhältlichen ‚Rep.Satz Bremssattel vorne mit Kolben‘ und neuen Belägen konnte ich die wieder flottbekommen.

 

Für die Hinterachse hatte ich mir den ‚Dichtungssatz Bremssattel hinten‘ und Beläge bestellt.

Leider musste ich bei der Demontage der Reifen feststellen, dass das Teil schon ziemlich verrostet ist. Aktuell wirkt an den Schrauben noch WD40 ein. Somit kann ich nicht sicher sagen wie die Kolben und der Rest aussehen.

 

Die Kolben müssten passen: 
https://www.nsu-autoteile.com/product_info.php?info=p2459_kolben-38mm-fuer-festsaettel-vorne-nsu-1000--1100--1200--tt--tts.html


Andreas Meyer hat geschreiben: Ro 80 hinten = NSU 1000/TT/TTS vorne.

https://www.nsu-autoteile.com/product_info.php?info=p604_festsaettel-vorne-nsu-1000--1100--1200--tt--tts.html

Der Preis ist knackig. Da versuche ich lieber zuerst einmal die Instandsetzung.

 

Kann mir jemand eine alternative Quelle nennen oder ist einer bereit mir einen überholten Sattel (links und rechts) verkaufen?

 

Danke und viele Grüße,

Alexander

 

Die Sättel sehen doch top aus, das ist das Neu ja noch nicht von ab!  ;-)

 

Danke für die Unterstützung. 

Die Dinger sehen nach der Entrostung nicht schlecht aus. Leider sind die Kolben so fest gerostet, dass die sich mit Pressluft nicht ausdrücken lassen. WD40 konnte hier auch keine Wunder bewirken. Der Bund für die Dichtmanschetten ist ebenfalls weggerostet, sodass ich auf jeden Fall neue Kolben benötige.

Ich werde es mit einer Bremspumpe oder Fettpresse versuchen.

An die 40er Bremssattel von VW traue ich mich noch nicht ran. Ich scheue die Diskussion mit dem TÜV.

 

Hallo Zusammen

 

Bei meinem 76er Ro 80 habe ich seit ein paar Tagen ein Brummen welches abhängig

von der gefahrenen Geschwindigkeit immer intensiver wird. Bis ca. 70 km/h ist es ruhig,

bei 120 km/h ist es schon recht laut. Das Brummen kommt von vorne, eher rechts. 

Beide Räder vorne haben auch bei starkem Rütteln kein Spiel, das Lenkrad schüttelt

beim Fahren nicht.  Die Antriebswellenmanschetten sehen gut aus, aber Rechts sieht 

man trotzdem herausgeschleudertes, schwarzes Fett. 

Die Radlager und die Antriebswellen sind seit 20 Jahren die Gleichen.

Wie kann ich die Ursache für das Brummen eingrenzen? 

Was kann die Ursache sein?

Besten Dank für euer Mitdenken und Helfen. 

Gruss, Urs

 

Hallo Urs,

ein defektes Radlager macht Geräusche die sich meist ändern (lauter werden) wenn man in Kurven fährt da sich die Last auf das Radlager ändert, wenn sich das brummende Geräusch durch Lastwechsel ändert kannst du stark davon ausgehen dass das Radlager defekt ist. Eine defekte Antriebswelle mach eher klackernde Geräusche in Kurvenfahrten, ein brummen kommt meist von einem defekten Lager

 

 

Hallo Markus

Besten Dank für deine Ausführungen - das hilft mir klar weiter!

Das Radlager muss neu.

Beste Grüsse, Urs

 

Moin in die Runde,

habe die TRX auf verschiedenen meiner Autos gefahren, zuletzt auf einem Ford Granada 2.8 injection Automatic BJ. 76. Mit der TRX Technologie kommen die Vorteile der Radialreifen erst richtig zur Geltung, zur Info: Beides sind Innovationen von Michelin, meiner Hausmarke was Reifen betrifft. Um diese Vorteile zu nutzen Bedarf es jedoch spezieller Felgen, diese sind für viele, meist hochkarätige, Fahrzeuge zu bekommen. Gibt es Felgen die für den Ro80 passen, die in die KFZ Papiere eingetragen werden können und welche TRX Reifengröße käme in Frage? Das Problem mit den Schläuchen hätte sich damit übrigens auch erledigt, der TRX braucht keine!

 

Hallo zusammen,

weil neulich einmal im Forum gefragt wurde, ob es noch Reifen für den Ro mit Scheuerleiste gibt. Ich habe mir jetzt Vredestein Sprint Classic 175 HR 14 geleistet. Über deren Preis-Leistungs-Verhältnis muss man nicht diskutieren, zumindest aber finde ich sie ganz hübsch auf der Felge - mit Scheuerleiste.

 

Viele Grüße

David #12380

 

Hallo,

 

die Vredesstein Sprint Classic waren noch vor wenigen Jahren erheblich günstiger, habe sie auf einem Ro montiert. 

Das Fahrverhalten ist im Vergleich zu einem modernen Reifen unterirdisch. Nicht zu empfehlen!

 

Rotierende Grüße
Andreas

 

 

Moin in die Runde, 

fährt jemand den XAS aus der aktuellen Produktion des Michelin Classic Programmes und kann Vergleiche mit den XAS aus der Zeit ziehen als dieser Reifen noch ganz normal in Großserie produziert wurde, also bis ca. Anfang der Neunziger? Beim letzten Reifenkauf wollte ich eigentlich vom Continental Ecocontact 3 auf den Michelin XAS umsteigen, trotz des Horror Preises! Der Reifen Fachhändler, den ich aufgesucht hatte, meinte aber das der heutige XAS mit dem von damals nur in etwa das Profil gemeinsam hat, die Gummimischung und die Karkasse sind anders, von heute eben... Überhaupt sei der XAS in den Jahrzehnten in denen er gebaut wurde oft verändert worden und die Generation von 1990 entsprach schon lange nicht mehr derjenigen mit der der Ro80 entwickelt wurde. Ich hab's daraufhin erst mal gelassen und einen 175/80 R 14 T von Kumho genommen, der macht sich übrigens auch gar nicht schlecht auf dem Ro80! Mein Ersatzrad ist noch das erste und hat somit einen XAS des Jahrganges 1973. Und was es scheinbar gar nicht mehr gibt sind Reifen mit Scheuerleiste oder irre ich mich da?

 

Hallo Arne,

 

das ist richtig, der heute produzierte "Oldtimerreifen" Michelin XAS hat mit dem alten XAS nur die Optik gemeinsam; Gummimischung sowie Karkasse entsprechen modernen Michelin Reifen. Auch innen hat der Reifen eine raue Struktur, wie jeder moderne Reifen, also für Schläuche ungeeignet...

 

Rotierende Grüße
Andreas

 

Hallo zusammen!

 

Ich muss bei unserem Späten 1972er die Federbein Stützlager wechseln. So wie ich es gesehen habe, sollen die Stützlager vom BMW E 36  passen.


 Nun ist es aber so, dass diese Stützlager immer mit drei Schrauben befestigt werden, wobei hingegen das Original Bauteil bei mir mit vier Schrauben in der Karosserie befestigt ist.

 
Evtl. hat jemand eine Umbau Anleitung, wie man diese Lager verbauen kann?


 Vielen Dank im Voraus. Schöne Grüße aus dem Deister!


 Nils 

 

Hallo Nils.

Passende Stützlager sind die 45059 von Febi.

Mit Hilfe eines originalen Domlager kannst Du die Punkte der 4 Bolzen auf das neue Lager übertragen, zu Bohren und ein M8 Gewinde hinein schneiden. Die im Lager verwendeten 3 Bolzen sind zu entfernen (die sind ohnehin zu lang) und durch 4 Schweißbolzen / M8 Sechskantschrauben passender Maße zu ersetzen. Bei Sechskantschrauben empfehlen sich solche mit Flansch und Sperrverzahnung, normale Maschinenschrauben sind zur Vorsicht einzukleben.

Ich habe M8 *16 verwendet mit Flansch und Sperrverzahnung, der Flansch steht nachher einen Millimeter über, stört zwar nicht, kann aber durchaus auch abgefeilt werden. Das Passstück sollte die Maße 15mm / 25mm / 20mm (D-innen / D-außen / Höhe) haben.

 

Die Domlager vom E36 passen auch. Der umbau geht mit diesen sogar etwas besser, da die 4 originalen Schrauben wiederverwendet werden können.

 

12-116829 Bilstein

 

Die Distanzhülsen werden auch bei diesen Domlagern benötigt.

 

Lg Robert

 

Hallo zusammen,

mein Ro braucht neue Reifen für Alufelgen, also für Schläuche. Mein Reifenhändler bietet mir Continental Ultra Contact oder zum erheblich höheren Preis Vredestein Classic Sprint an. Das klassische Profil wäre für mich unerheblich. Meine Frage ist nun, ob nach eurer Erfahrung die Reifen für Schlauchmontage geeignet sind oder ob einer eventuell innen zu rau ist. Ich habe schon Schauergeschichten von regelmäßig durch aufgescheuerte Schläuche platten Reifen gehört, weiß aber nicht, wie ernst ich diese nehmen soll.

 

Viele Grüße

David Oberle #12380

 

E-Mail - Klick!

 

Im "Angebot" ein Schlauch 40€? Das ist mal stolz!
Dein Hoffen, dass die bestellten Schläuche ausreichend dick sind, in allen Ehren. Doch schenke da Dein Vertrauen lieber einem versierten, erfahrenen und alt eingesessenen Reifenhändler, der sollte Dir da Rat für die beste Konstellation geben können.

 

Viel Talkum nehmen und immer genügend Luft in den Reifen, damit der Reifen nicht "walkt, reibt", zwischen Schlauch und Reifen, vor allem vorn. ( Ich hatte einmal einen Platten in der Kurve der Auftobahnauffahrt!)

 Ich fahre mit 2,5 bar rundrum. Für den Schlauch habe ich 20€ bezahlt.

 

Bei den neuen Reifen sollte man nach dem Produktionsdatum schauen/fragen, sonst bekommt man ggf. schon Jahre alte Reifen. 

Wenn man wenig fährt, sollten die 10 Jahre draufbleiben....

 

Hallo zusammen,

 

bei meinem Ro mußte ich im letzten Jahr einen defekten vorderen Stoßdämpfer feststellen. 

Über den Club sind natürlich neue Bilstein Stoßdämpfer in Originalqualität erhältlich.

Einzig der Preis schreckte mich etwas ab. Und so habe ich nach einer Alternative gesucht.

Dazu war ich schon bei meinem RX-5 gezwungen gewesen, für den es schon seit Jahren weder bei Mazda noch im Zubehör passenden Ersatz gibt und für den sich schließlich vom Volvo 240 Stoßdämpfer adaptieren ließen.

Für den Ro80 konnte ich jetzt ebenfalls alternative Stoßdämpferpatronen ausfindig machen (vom VW Golf) und auch schon erfolgreich einbauen.

Sie unterscheiden sich vom Original in folgenden Punkten:

-Die Kolbenstange hat 20 mm Durchmesser statt wie beim Original 22 mm. Für den Anschlagpuffer muss daher ein Adapter-Ring (ein einfacher PVC-Schlauch genügt) auf das obere Ende der Kolbenstange gesteckt werden, damit er in der oberen Position fixiert bleibt, er würde sonst nach unten durchfallen.

-Das Original Domlager kann nicht mehr verwendet werden. In der Regel sind die Original Domlager aber ohnehin defekt und müssen sowieso ersetzt werden. Es ist zwingend das hinlänglich bekannte BMW-Domlager zu verwenden. Das passt perfekt zum Stoßdämpfer, es ist keine Distanz-Hülse zur Montage nötig, wie es bei Original Stoßdämpfern der Fall ist.

-Die Kolbenstange ist ca. 17 mm kürzer als das Original, dementsprechend verkürzt sich der Ausfederweg um diesen Betrag. Habe diesbezüglich aber noch keine negativen Auswirkungen feststellen können.

Positiv ist hingegen, daß die Staubschutzlappen der Spurstangen jetzt nicht mehr einreißen, wenn man das Fahrzeug aufbockt.

-Die Patrone ist etwa 25 mm kürzer als der originale Dämpfereinsatz. Damit die neue Patrone trotzdem spielfrei im Stoßdämpferrohr sitzt, muß ein Abstandshalter eingelegt werden (eine einfache Mutter mit der richtigen Höhe genügt).

-Die einzige tatsächlich notwendige Modifikation: Die neue Patrone hat einen Außen-Durchmesser von 42 mm. Das Stoßdämpferrohr hat über dem unteren Federteller eine Einschnürung und weist dort nur einen Innen-Durchmesser von 41 mm auf.

Diese Stelle muss minimal aufgefeilt werden. Von außen nicht zu sehen und eine Rückrüstung auf Original-Teile ist weiterhin uneingeschränkt möglich.

-Für die Abdichtung des Stoßdämpferrohrs muss ein Dichtring in die Verschluss-Schraube eingesetzt werden. Beim Original übernimmt diese Funktion der Simmerring des Stoßdämpfereinsatzes.

Dieser Dichtring ist leider das einzige Teil, für das ich im Moment noch keine vernünftige Einzel-Bezugsquelle habe. Im Moment könnte ich aber bei Bedarf aus meinem Bestand Dichtringe anbieten, da ich eine größere Menge abnehmen mußte. 

Vorteile dieser Lösung m.M. nach:

-Auf absehbare Zeit sollten Teile problemlos verfügbar sein, da die Stoßdämpfer von einem recht häufigen Fahrzeugtyp stammen.

-Es sind verschiedene Preis- und damit Qualitätsstufen im Zubehör erhältlich, sowohl als Öl- oder Gasdruck Stoßdämpfer, bis hin zu "Sport" Dämpfern.

-Eine Rückrüstung der Federbeine auf die Original Boge-Teile bzw. die beim Club erhältlichen Bilstein-Dämpfer ist nach wie vor problemlos möglich.

Bei uns am Stammtisch Koblenz sind schon zwei Fahrzeuge umgebaut. Da wir am Stammtisch auch ein Fahrzeug mit den Bilstein-Dämpfern haben, konnte auch eine Vergleichsfahrt durchgeführt werden. Die Bilstein Dämpfer sind im Vergleich sportlich straffer, die Golf Dämpfer komfortabler.

Wer Interesse daran hat, diesen Umbau auszuprobieren: Einen kompletten Einbausatz (zwei Stoßdämpfer, die schon umgebauten BMW Domlager und die weiteren Kleinteile) kann ich zum Selbstkostenpreis von 220€ abgeben, inkl. Einbau-Anleitung.

Falls gewünscht, kann ich die Einbau-Anleitung mit der Teileliste dem Club auch gerne als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung stellen. 

Mit rotierenden Grüßen, Marc André

 

Hallo Andreas, 

 

klar, außen schon stark korrodierte Dämpferrohre sollte man so oder so nicht mehr nehmen und ersetzen.

Intakte Dämpferrohre (mit nur leichtem Oberflächenrost) sollte man aber problemlos "aufweiten" können. Was man an Material wegnehmen muss, damit die Patrone passt, ist wirklich marginal (überhaupt schon mal ausprobiert?). Da ist eine Schwächung durch starken Rost von außen wahrscheinlich viel kritischer und auch materialabtragender.

Ich hätte den Umbau hier auch nicht gepostet, wenn jetzt nicht zwei Fahrzeuge den Sommer über problemlos gelaufen wären. Von Rissen oder Brüchen ist nichts zu sehen, die Dämpferrohre hatten aber auch von außen nur den üblichen Flugrost. 

 

Woran machst Du aber Deine Aussage "das ohnehin schon dünne Dämpferrohr" fest? Weil bei einigen wenigen Fahrzeugen, die wahrscheinlich ungepflegt und im jährlichen Dauereinsatz seit nun etwa 50 Jahren unterwegs sind, stark korrodierte Dämpferrohre zu finden sind?

Du unterstellst damit eine konstruktiv schon zu schwach ausgelegte Ausführung. Wenn ich mir die Dämpferrohre anderer Fahrzeugtypen aber ansehe, so ist die Materialstärke durchweg identisch und  beim Ro80 nicht außergewöhnlich dünn, sondern wie allgemein üblich ausgelegt. Da dürfte generell so viel Sicherheit hineinkonstruiert sein, dass etwas Rost von außen oder eben etwas wegfeilen innen nichts ausmacht (sofern dann natürlich nicht noch starke Korrosion von außen dazu kommt).

Im Übrigen könnte man alternativ natürlich auch die Dämpferpatronen abschleifen. Etwas mehr Aufwand, aber viel Material muss sowieso nicht runter.

Oder aber wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte: Man könnte von außen auch die Einschnürung mit einer Schweißnaht auffüllen, das hält dann auch bei Alltagswagen die nächsten 50 Jahre. 

 

Mit rotierenden Grüßen,

 

Marc André

Dokument
 

Hallo Marc André,

 

wir haben ja auch Originaldämpfer im Lager, die von einem Dämpfer-Hersteller überholt wurden. Der überwiegende Teil der Altteile, die wir im Tausch zurückbekommen haben, zeigen in dem Bereich "Faltenbalg-Wulst" stärkere Korrosion. Alle Dämpferrohre werden sandgestrahlt und nach dem Sandstrahlen werden mindestens 20% aussortiert.

 

Dämpferrohre, die in diesem Bereich keine Korrosion aufweisen, sind die absolute Ausnahme. Das hat, nebenbei erwähnt, m. E. nach auch nichts mit mangelnder Pflege zu tun... Um diesen Bereich "zu pflegen" müsste man das Auto regelmäßig freiheben, den Faltenbalg aushängen und darunter putzen... Das macht doch niemand...

 

In den letzten fünf Jahren sind mir drei Fälle bekannt, in denen die Dämpfer an dieser "Schwachstelle" korrosionsbedingt gebrochen sind. Und es wird sicher weitere Fälle geben. Von daher kann ich nur von einer weiteren Schwächung in diesem Bereich abraten. 

 

Rotierende Grüße
Andreas Meyer