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Schalthebel-Kupplung

Ich bräuchte fachmännische Hilfe. Beim letzten Stammtisch Südwest konnte ich meinen RO Bj. 1976 nicht mehr schalten. Ich versuche nun alles was passiert ist und was ich gemacht habe chronologisch aufzuschreiben.

Bei der Anfahrt zum Mittagessen wollte ich herunterschalten. Das war nicht mehr möglich. Um die letzten Meter noch anzufahren, musste ich die Zündung ausschalten und konnte dann einen Gang einlegen und dann mit Hilfe des Wandler den Rest der Fahrt zurücklegen. Erste einhellige Diagnose aller Anwesenden: " Da ist vermutlich das Kabel im Schalthebel gebrochen. Die Heimfahrt verlief dann einigermaßen im Dritten Gang ohne Schwierigkeiten.

Am nächsten Tag frohen Mutes das Kabel am Schalthebel durchgemessen und wie vermutet, keinen Durchgang. Also Schalthebel ausgebaut und versuche das Kabel zu ersetzen. Leider habe ich dann festgestellt das sich das Kabel nicht ersetzen ließ, weil das Kabelende im Schalthebel so angefressen war das sich keine vernüftige Reparatur machen ließ. Also nach einem Schalthebel im Netz gesucht. Bei Ebay wurden welche angeboten zu Preise um 200 Euros. Dann habe ich aber Shop vom Club welche gefunden, die so wie es aussieht fabrikneu sind und ganze 40 Euros kosten. Also bestellt. Heute wurde geliefert und ich dachte, schön, mal schnell eingebaut und das Teil funktioniert wieder. Aber erstmal kam es anders, zweitens als man denkt. Es funktioniert nicht. Nun habe ich wieder alle Kabel durchgemessen. Im Schalthebel, vom Schalthebel zum Steuergerät. Ergebnis, alles gut. Stromversorgung zu Steuergerät okay. Schalhebelfunktion geprüft, auch gut. Und jetzt kommt die Frage, was könnte es noch sein? Kann man z.B. das Steuergerät irgendwie prüfen.

Ich bin überzeugt, jemand hat den erlösenden Ratschlag und ich bedanke mich bereits jetzt bei allen die mithelfen.

Grüße aus Stuttgart

Walter Farkas

wf

Comments

Morgen

Wenn die elektrische Verbindung und das Steuergerät in Ordnung sind, blieben noch mangelnder Unterdruck oder die mechanische Übertragung Schalthebel/Getriebe möglich. Bebilderung findet man im Werkstatthandbuch.

Zieht denn die Unterdruckdose den Ausrückhebel an? Bei den späteren Modellen trennt die Kupplung bei eingelegtem Leerlauf.

Was passiert denn beim Fahren und dem Versuch, die Gänge zu wechseln? 

Geht der Leerlauf rein und beim einlegen krachts?

Dann ist der Unterdruckkreis vorrangig zu überprüfen, Augenmerk auf Kontakte und Sicherung.

Gruß 

In reply to by Jörg Pfahlert

Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.

Unterdruckthema kann  ich ausschließen. Ich habe den Eindruck, dass das Steuergerät einen Knacks hat. Hier stellt sich die Frage, gibt es eine Möglichkeit das Steuergerät auf Funktion zu prüfen und wenn ja, wie. 

Sobald die Zündung an ist, lässt sich kein Gang einlegen. Ich muss also zuerst die Zündung ausschalten, dann einen Gange einlegen und mit eingelegtem Gang starten. Dann kann ich zwar fahren, aber auch dann lässt sich kein anderer Gange einlegen. Auch mit etwas Gewalt, keine Chance. Das heißt, die Kupplung hat keine Funktion.Da, wie schon geschildert, alle elektrischen Funktionen vorhanden sind, Dauerplus liegt am Steuergerät an. Massekabel vom Schalthebel zum Steuergerät hat Durchgang, Kontakt am Schalthebel funktioniert, sind nach meiner Meinung alle Vorraussetzungen gegeben. Ich habe deshalb verstärkt das Steuergerät im Verdacht.

Walter

 

wf

In reply to by wfuf

Hallo Walter,

 

Scheinbar trennt die Kupplung nie. Und der Effekt ist plötzlich aufgetreten und geblieben. Das spricht stark für ein Elektrik-Problem.

Mit 'Steuergerät' meinst du wahrscheinlich das Servoventil.

Wenn dein Fahrzeug original ist, muss bei eingeschalteter Zündung in folgenden Fällen 12 V Spannung über den Steckkontakten dieses Ventils anliegen:

 

  • In Leerlaufstellung des Schalthebels
  • Wenn der Schalthebel nach vorne oder hinten gedrückt wird

 

Prüfe das bitte mit einer Prüflampe (12 V-Birne), denn so wie du die Elektrik beschreibst, ist das nicht eindeutig und evtl. eine Fehldiagnose.

Immer wenn Spannung anliegt, gibt das Ventil den Unterdruck frei und der Servo zieht geräuschvoll den Betätigungsbolzen ein, was zum Auskuppeln führt. Sag uns bitte, tut sich da was?

 

 

Ralf

In reply to by Jörg Pfahlert

Hallo Jörg, 

nach langer Suche habe ich den Fehler eingekreist. Es ist der Schalter im Getriebe. Wird morgen eingebaut.

Positiv war einmal die Reaktionen auf meine Anfrage zum anderen die konsequent vorgehensweise ging 

einher damit, dass alle relevanten Teile und Leitungen geprüft und erneuert wurden.

Gruß

Walter

wf

Hallo Walter,

 

Dein Modelljahr 76 hat einen 3-poligen Schalter am Getriebe, dieser steuert, dass im Leerlauf die Kupplung gezogen wird.
Ggf. liegt hier ein Defekt vor?


Du sagst Du kannst nicht Schalten. Wie zeigt sich das? Nur bei Motorlauf? Würde der Gang mit etwas Gewalt hinein gehen?

 

Ggf. reicht der Weg den der Zugstift im Servomotor zurück legt nicht "mehr" aus um die Kupplung vollkommen zu trennen, denn hier besteht dann eine Sperre zum Gangwechsel.


Nimm den Bolzen Kupplungshebel / Servomotor heraus und drehe die Gabel 3-6mm hinein und überprüfe dann das Ergebnis.


Den Bolzen mit dem Sicherungsring kannst Du dann gleich durch eine 8mm Zylinderkopfschraube mit 20mm Schaft und Sicherungsmutter ersetzen, das erspart im Notfall (in Ermangelung ruhiger Hände) das diffizile Hantieren mit dem Sicherungsring.

03/70 Cosmoblau 07/70 Gletscherweiß 06/72 Lotosweiß 01/73 Spanischgrün 10/74 Bananagelb

In reply to by Sascha Scheben

Hallo Sascha,

nach langer Suche bin ich nun fündig geworden. Es liegt am Getriebeschalter. Der kam heute vom Shop und wird morgen eingebaut.

Die ganze Angelegnheit hat zwei positive Aspekte.

  1. Alles was mit dem Thema zusammenhängt wurde konsequent auf Funktion, elektrisch und mechanisch, geprüft und soweit notwendig wurden Teile ersetzt.
  2. Zum anderen gibt es bei diesem Thema keine Geheimnisse mehr für mich.

Nochmals Danke an alle die mir dabei geholfen haben.

Gruß

Walter

wf