Neuer Wankel von Audi (kein Scherz)!

Hallo,

 

erst dachte ich, ich hätte mich verhört, aber es stimmt. Audi hat in Genf ein Hybrid-Modell mit Wankelmotor vorgestellt - den Audi A1 E-tron (Quelle u.a.: http://www.auto-motor-und-sport.de/eco/audi-a1-e-tron-auf-dem-autosalon-genf-2010-premium-kompakter-als-elektro-stadtauto-1766742.html)

Zitat aus o.g. Artikel: "Droht der Batterie vor dem Erreichen des Ziels der Saft auszugehen, schaltet sich ein Einscheiben-Wankelmotor mit einem Kammervolumen von 254 Kubikzentimeter zu und lädt via Generator die Batterie nach. Der sogenannte Range Extender leistet 15 kW und wurde samt Generator unter dem Kofferraumboden positioniert. Verfeuert der Wankel die zwöf Liter gebunkerten Sprits, so sind weitere 200 Kilometer Reichweite drin. Im gemischten Betrieb soll der Durchschnittsverbrauch des Audi A1 e-tron bei 1,9 Liter (45 g/km CO2) liegen."

 

Weiß jemand mehr, warum ausgerechnet ein Wankelmotor in dieser Studie verbaut wurde?

Es ist ja nicht unwahrscheinlich, daß in den kleinen Hybridmodellen ein kleiner Wankel verbaut wird, während die größeren Modelle mit Ottomotoren (A8, Q5 usw.) laufen.

 

 

Bild von Andreas Meyer

Schaut mal hier:

 

http://www.avl.com/wo/webobsession.servlet.go/encoded/YXBwPWJjbXMmcGFnZT...

 

Rotierende Grüße
Andreas

Andreas Meyer, 2. Vorsitzender, Ro 80 Club International e.V. - Verein für Kreiskolbentechnik

.. und hier "http://fev.com/data/documents/brochures/Electric_Vehicle_Technology_Web.pdf" (Siehe Seite 5), zeigen die Kollegen aus Aachen ganz anschaulich, warum Sie einen Wankel eingebaut haben.

Grundsätzlich gehen die Entwickler davon aus, dass man den Range Extender so gut wie nie einsetzt. Je nachdem, welcher Statistik man glaubt, sind 80 - 94% aller Fahrten, die wir so machen kürzer als 80 km.Und das schaffen die meisten Batterien. Deshalb wird der RE so leicht und klein wie nötig sein.

MfG

Matthias

Danke für den Link. Paßt genau zum Konzept der Studie. Kleine Kompakteinheit, die selbst günstig ist und  für die Nachteile des Elektroantriebs (Reichweite, Ladezeit, Infrastruktur usw.) eine gute Ergänzung bietet. In Anbetracht des geringen Vorlaufs scheint Audi das System gar nicht selbst entwickelt zu haben?

Jedenfalls sieht das Dingelchen gut aus (siehe Link oben, Bild 8). Da lohnt ein Blick in den Kofferaum!;-)

Bild von peavy

Jan318 schrieb:
Weiß jemand mehr, warum ausgerechnet ein Wankelmotor in dieser Studie verbaut wurde?

 

Hauptargumente sind Platz und Gewicht.

 

Gruß, Stefan

 

Projekt: Typ43Invasion.de , dabei auch 2 Ro 80
Autos 
Restaurierungsobjekte

Bild von Steffen Hofmann

Noch ein link zum A1 e-tron. Bei Auto-Bild:

 

http://www.autobild.de/artikel/audi-a1-e-tron-auf-dem-genfer-autosalon-2...

 

Gruß

Steffen

 

Steffen Hofmann  * Veranstaltungen * Organisation * Treffen

Ro 80 Club Deutschland e.V. - Verein für Kreiskolbentechnik

 

Einen Flottenversuch mit Elektroautos starten nun Audi, Eon, die Stadtwerke München und die Technische Universität München. Bis Mitte nächsten Jahres sollen in der Region München 20 Audi A1 e-tron emissionsfrei fahren.

http://auto.t-online.de/elektroauto-aud ... 6562/index

Gruß
rotary

weiß jemand, von welchem Hersteller der Motor ist? Doch nicht Audi!

Bild von Ralf

n-su schrieb:

weiß jemand, von welchem Hersteller der Motor ist? Doch nicht Audi!

 

Natürlich nicht Audi.

Schon den oben von Andreas geposteten Link auf die Seite des Zulieferers angeklickt?

 

Im Übrigen baut das Auto unvernünftig schwer (so schwer wie der viel größere Ro80!!). So werden keine Energieprobleme gelöst. Schade!

 

Bild von Holger

... unvernünftig schwer ...

 

Das ist Teil der üblichen Hybrid-Idee: Keiner muss sich einschränken, sondern man gibt ganz viel Geld (und Ressourcen=Energie bei der Produktion) aus, um hinterher eine leidlich gute Zahl für den Spritverbrauch im Fahrbetrieb angeben zu können. Die Ökobilanz ist egal, wird nicht ermittelt. Einschränkungen bei den gefahrenen Strecken oder beim Komfort (weniger Gewicht) scheinen nicht hinnehmbar. Noch viel krasser ist das, bei den Hausfrauen-Panzern (=SUV), die es jetzt auch mit dem Öko-Etikett "Hybrid" gibt. Mit einer Transportkapazität, die im Schnitt vielleicht 2x im Jahr ausgenutzt wird. 2,2 Tonnen schwer. Mit einem "für die Größe des Fahrzeugs angemessenen" (in der Praxis immer noch hohen) Kraftstoffverbrauch. Und auch aus dem gleichen Konzern wie der genannte Audi. Hybrid

 

Ich bin heute mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Sind nur knapp 10 km hin und 10 km zurück. Weil es leicht geregnet hat, habe ich mir Regenzeug über die normalen Sachen gezogen. Weil es kalt war, habe ich Handschuhe getragen. Gestern war ich faul, es hat stärker geregnet und ich habe das Motorrad genommen (4l/100km in der Stadt). Auf dem Rückweg habe ich mich schon schlecht gefühlt, weil es da nicht mehr geregnet hat. Wär ich doch mit dem Fahrrad gefahren. Übrigens ein Hybrid-Fahrrad  (0,2W-Beinkraft + 0,5kW-Elektromotor). Ist noch leiser als der Ro, eigentlich lautlos. Tolles Fahrgefühl und bis 45 km/h schnell. Wenn "nötig", fahre ich auch mit dem Auto, auch mit dem Ro. Das genieße ich. Das Fahrradfahren auch - Bewegung macht Spaß.

 

Den Audi kauf ich nicht. Da gibt es in 35 Jahren keine passenden Batterien mehr für und die komplexe Regel- und Leistungs-Elektronik ist wahrscheinlich irreparabel defekt. Wenn ich noch etwas Benzin habe, fährt dann der Ro aber noch. Hab ich ein Glück.

 

Gruß

Holger

 

 

 

 

 

 

 

Holger schrieb:
Das ist Teil der üblichen Hybrid-Idee: Keiner muss sich einschränken, sondern man gibt ganz viel Geld (und Ressourcen=Energie bei der Produktion) aus, um hinterher eine leidlich gute Zahl für den Spritverbrauch im Fahrbetrieb angeben zu können. Die Ökobilanz ist egal, wird nicht ermittelt. Einschränkungen bei den gefahrenen Strecken oder beim Komfort (weniger Gewicht) scheinen nicht hinnehmbar.

Zu dieser Argumentation fällt mir der "Flop" Lupo 3L ein. Hier hatte man auch mit unglaublich viel Geld versucht ein 3-Liter-Auto auf die Straße zu bringen - was später keiner haben wollte, weil der Preis für Weniger auch viel Mehr (höher) gewesen ist. Man hatte mit viel finanziellem Aufwand das Auto so weit abgespeckt, damit es so viel wog wie ein Golf I ...

 

Zitat:
Den Audi kauf ich nicht. Da gibt es in 35 Jahren keine passenden Batterien mehr für und die komplexe Regel- und Leistungs-Elektronik ist wahrscheinlich irreparabel defekt.

 

In 30 oder 40 wird es sowieso keine Oldtimer der Fahrzeuge geben, die heute aktuell sind, denn die heute verbauten Elekronikbausteine werden auch duch Lagerung in den Regalen nicht besser.

 

In 30 oder 40 Jahren wird es auch keine Software mehr geben, die die Fehlerspeicher auslesen und resetten können ...

 

In 30 oder 40 Jahren wird es auch keine Hardware mehr geben die die Software, die es ja auch nicht mehr gibt, verarbeiten kann ....

 

Das sind doch rosige Aussichten für die Oldtimer, die heute schon Oldtimer oder Youngtimer sind - einfach konkurenzlos

 

In diesem Sinne: Take care of your Rotarys

 

Dirk

 

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Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.(J.W.v.Goethe)