Beim Einschalten des Ablendlichts brennt Sicherung 7 durch, Rückwärtsgang lässt sich nicht einlegen

Seit Dezember bin ich stolzer Besitzer eines RO80, Bj. 72. Nachdem ich inzwischen mit dem Startprocedere vertraut bin und den Wagen zu Laufen bekomme sind folgende Probleme aufgetreten. Nach einer Fahrt von ca. 20 km moderat Stadtverkehr nachts /Autobahn läßt sich der Rückwärtsgang nicht mehr einlegen, bzw. der Schalknüppel läßt sich zwar an die Stelle führen, an der der Rückwärtsgang eigentlich zu finden wäre aber ohne Funktion. Die restlichen Gänge funktionieren problemlos. Ein weiterer Defekt ist das bei Einschalten des Ablendlichts die Sicherung 7 (Nebelleuchte, Kennzeichenleuchte, Instrumentenbeleuchtung…), die mit 16 A abgesichert ist, durchbrennt. Das Ablendlicht funktioniert ohne Probleme. Ich habe das gute Stück beim Kauf im November Probe gefahren und seitdem wurde der Wagen nur beim TÜV vorgeführt und auf verschiedenen TG-Stellplätzen umgeparkt. Der Wagen wurde die letzten Jahrzehnte offensichtlich nur sporadisch bewegt, ich frage mich nur wo ich mit der Fehlersuche beginnen sollte. Wenn jemand einen Tipp hat… gerne!

 

Viele Grüße aus München

Michael

              
Bild von Christian von Klösterlein

 

Rotation,

 

das mit dem Rückwärtsgang ist ein schon oft vorgekommenes Problem. Da die anderen Gänge sich einwandfrei schalten lassen, kann es wohl nicht an der Einstellung der Kupplungsbetätigung (Magnetventil) liegen. Es geht vielmehr darum, dass man den Schalthebel in die richtige 'Gasse' führt - Rückwärtsgang und Parksperre liegen nämlich sehr dicht beieinander. Es hilft, den R-Gang von 1 aus zu schalten. Also: Wenn man den Rückwärtsgang einlegen will, erst in den ersten Gang schalten, und von dort aus zügig in den R-Gang. Probier's mal!

 

Beim Fehler mit der Sicherung 7 hilft nur eine systematische Störungssuche, ich vermute mal einen Massenschluß.

 

Mein Motto: Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

 

Christian von Klösterlein

- Ro 80 Club International -

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Bild von Sascha Scheben

Hallo . . . (Rotation)

Ist bei Dir die Sicherungsbelegung so beschrieben:



Ascher; Heizungs- & Kombibeleuchtung Si 7
Nebellicht; Kennzeichen & Kofferraumleuchte 16 A

 

Ich hatte ähnliche Probleme und habe mir das Modell "Einkreisen" zu Eigen gemacht. Zuerst trenne ich den Minuspol der Batterie und dann entscheide ich, sofern der Fehler im Kabelstrang sich an mehreren Stellen im Fahrzeug befinden kann, ob ich vorne oder hinten anfange.

 

Meiner bisherigen Erfahrung nach rühren Fehler überwiegend vom Heck, sprich den Rückleuchten oder Kennzeichenlämpchen her. (oder ganz schlimm, wenn der Anschluss für eine AHK hineingestrickt wurde)

Wer andere Erfahrungen hat möge mich bitte ergänzen oder korrigieren, ich bin um Tipps dankbar!

 

Beginne die Fehlersuche "einfach" damit, daß Du (auf Deinen Fall jetzt bezogen) die Stecker der Rückleuchten, Kennzeichenbeleuchtung (Steckhülsen an den Gehäusen) und der Kofferraumleuchte vom Bordnetz trennst.

 

Sollte die Kofferraumleuchte keinen Stecker haben, wäre eine Option das Kabel zu durchtrennen und eine Steckverbindung zu installieren. Die Quecksilberschalter verrichten mit der Zeit Ihren Dienst oft nur noch sporadisch, so kannst Du auch später diese potentielle Fehlerquelle schnell und einfach trennen.

 

Stecke nun eine neue Sicherung ein, klemme die Batterie wieder an und schalte das Licht ein. Brennt die Sicherung durch, liegt das Problem aller Wahrscheinlichkeit nach vorne. Bleibt sie ganz und die vorderen Beleuchtungen funktionieren (KI, HZG, Ascher), schalte das Licht aus und stecke nach und nach die im Heck getrennten Verbindungen wieder zu. Eine nach der anderen (oder auch einzeln), danach immer wieder das Licht und Nebellicht einschalten und die Sicherung prüfen.

 

Auf diese Art solltest Du den Verursacher lokalisieren können. Wenn Du nach dieser Vorgehensweise fündig geworden bist, nimm Dir das entsprechende Bauteil vor und suche die Fehlerquelle im Inneren. (falls es die Kofferraumleuchte (QUECKSILBERSCHALTER!) sein sollte, lass diese getrennt, auf die könnte man ja verzichten)

 

Für den Fall, daß das Problem vorne liegt, komme ich gerne mit einer weiteren Beschreibung (der / "meiner" Vorgehensweise) wieder ins Boot.

Daumen Drück und viel Erfolg!

 

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor!

Bild von Sascha Scheben

Note 5, Aufgabenstellung nicht richtig gelesen:      
 

Die Lokalisierung ist einfach! Da der Fehler, die durchbrennende Sicherung, auftritt, wenn Du das Abbelndlicht einschaltest, kommen für die Beleuchtung am Heck als Fehlerquelle nur die Kennzeichenbeleuchtungen in Frage.

 

(HINWEIS: Ich gebe mir die Note 5 gerade selbst, bitte nicht vom Club ausschließen!)

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor!

Bild von ingbw

Brennt Sicherung 7 auch durch, wenn Du nur das Standlicht einschaltest?

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noli turbare circulos meos (Archimedes)

Bild von Holger

 

Die Rückwärtsgang-Frage wurde noch nicht behandelt: da Du den Ro erst seit Dezember hast und wohl noch nicht so viel damit gefahren bist, traue ich mich, folgende banale Erklärung für das Rückwärtsgangproblem: direkt (links) neben dem Rückwärtsgang liegt die Parksperre. Wenn man nicht sehr konzentriert schaltet, rutscht man da leicht rein. Dann hat man dass Gefühl, den Gang eingelegt zu haben, aber der Wagen fährt nicht rückwärts beim Bremse-Lösen / Gasgeben. Den Rückwärtsgang findet man am leichtesten, wenn man aus dem 1. Gang ganz gerade nach vorn schaltet. Mit ein bisschen Übung (und vielleicht nicht bei jedem Getriebe) schafft man es auch ohne 1. Gang.

 

Grüße

Holger

Hallo,

vielen Dank für die Hinweise und Erklärungen. Mal sehen, ob ich dieses Wochenende dazukomme!

Viele Grüße,

Michael

 

Bild von Sascha Scheben

Hallo Michael,

wie war Dein Wochenende, bist Du an Deinem Ro weiter gekommen?

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor!

Hallo Sascha,

 

also das Thema mit dem verschwundenen Rückwärtsgang hat sich sehr schnell gelöst :-). Ich Schussel...

Die Kennzeichenbeleuchtung habe ich demontiert und vermutet das dort Kabel durchgescheuert sind vom Kofferraum nach außen. Dem war nicht so, es ist auch nichts korrodiert. Demnächst geht´s weiter.

 

Viele Grüße,

Michael

Bild von Sascha Scheben

Hallo Michael!
Ich denke Du hast den Fehler gefunden, ausgemerzt und bist nun vor lauter Fahrfreude mit Deinem Ro nicht mehr dazu gekommen eine Rückmeldung zu geben. Wo lag der Fehler denn schlussendlich? Oder besteht er immer noch???

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor!

Selig fährt da jemand Ro80, mit voller Beleuchtung und nun auch manchmal rückwärts...
Gönnen wir es ihm, auch ich verlasse meinen großen Wankelwagen nur wenn es wirklich sein muß...
Kontakte über das Internet sind da unwichtig!

MERKE: Überholen ohne einzuholen ist die Devise,
ein Kreis ist eben ein rundes Quadrat!!!

Hallo Sascha,

ich habe gestern das Armaturenbrett wieder zusammengebaut. Der Fehler lag im Potentiometer, das mir bei genauerer Betrachtung entgegenbröselte. Nachdem das Kombiinsstument mit der Sicherung abgesichert ist, die immer durchbrannte habe ich mir das gute Stück vorgenommen. Ich habe mich für die Variante "immer hell" entschieden. (Bilder oben) Super ist auch die Arbeitsanweisung hier im Forum, in der beschrieben ist wie der Dimmer zu überbrücken ist. Gestern alles zusammengebaut und es funktioniert alles wieder :-)

Viele Grüße und vielen Dank für die Unterstützung!

 

Bild von Sascha Scheben

Hallo Michael!
Der Dimmer, darauf hätte ich auch kommen können! Der Widerstandswedel bei meinem 76er war auch hinüber, hatte die Überbrückung mit seinen Bröseln aber selbst vorgenommen, so kam es dann nicht zu einem Kurzschluss bzw. einer durchbrennenden Sicherung.

 

Wenn Du irgendwie und irgendwann mal zu einem neuen gebrauchten Dimmer kommst, vielleicht beim Lagerfest, dann lege ich Dir Tipp No: 8-23 (Seite 88 der 1001 T&T) ans Herz! Hier ist schön die Instandsetzung / Pflege des Dimmers beschrieben!

 

Ich habe damals den Widerstandswedel mit WD40 eingeweicht und dann sanft mit Druckluft ausgeblasen, leicht konserviert, (Kontaktspray) danach funktionierte er wieder wie eine Eins!

 

Wenn Du es ganz üppig magst, es ist zwar nicht original, doch meiner Ansicht nach ein großer Gewinn an Sicherheit bei Tageslicht, dann kannst Du das Kombiinstrument auf LED Leuchtmittel umrüsten. Unser Kamerad Lutz Seyfahrt hat hierzu einen schönen Artikel geschrieben (Wankeljournal Heft 87, 2.2018, Seite 50&51) Ganz wichtig hier der Hinweis von Lutz, eine kleine Blende auf der Rückseite des Drehzahlmessers aufzukleben (meine Ergänzung: die am Tacho vorhandene Blende etwas zu vergrößern). Ansonsten kommt es, besonders für Fahrer über 180cm zu den beschriebenen Spiegelungen der Chromringe in der WSS.

Möge die Erleuchtung mit Dir sein!

 

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor!