Im tiefsten Winter...

Endlich mal wieder eine Überraschung mit meinem Ro! Nach einer längeren Fahrt und anschließender Pause habe ich den Motor neu gestartet, und siehe, der Zeiger des Kühlwasserthermometers ging bis direkt an den roten Bereich. Auch nach dem Einschalten der Heizung und des Gebläses hat sich daran kaum etwas geändert. Erstaunlich, denn hier ist gerade tiefster Winter und die Tagestemperaturen steigen kaum mal über 20 Grad. Beim "Blick unter die Motorhaube" war nichts ungewöhnliches zu sehen - und die Motortemperatur fühlte sich völlig normal an. Ein überhitzter Motor strahlt ja förmlich - habe ich bei einem anderen Auto lernen müssen... Ich habe den Verdacht, dass das Instrument falsch anzeigt.

Meine Frage an Euch gibt es eine Möglichkeit, die korrekte Funktion des Kühlwasserthermometers und den dazu gehörigen Geber zu überprüfen? Das ganze möglichst ohne Ausbau des Instrumententrägers. Und: wie kann ich die Viscokupplung des Lüfters kontrollieren. (Ja, der Lüfter dreht - aber was heißt das schon?)

Ich freu' mich auf Eure Hilfe!

Grüße aus Sydney

Dieter

Wir bitten um Verständnis, dass der vollständige Text dieses Artikels ausschließlich unseren Clubmitgliedern zugänglich ist!

Bild von ingbw

Hallo Dieter,

 

Bei eingeschaltteter Zündung Kabel am Geber abziehen, sollte Anzeigeveränderung bringen, Kabel auf Masse ebenso.

Der Geber ist ein temperaturabhängiger Widerstand, also so eine Art Poti ohne Drehknopf. Mit Ohmmeter im kalten und warmen Zustand messen (Messgerät an Masse und Geberanschluss, Geberleitung natürlich abgezogen), muss unterschiedliche Widerstandswerte ergeben, keine Ahnung welche (ev. steht auf dem Gebergehäuse was drauf).

Oder, Geber ausbauen, in kaltes Wasser, Ohmmeter an Gebergehäuse und Anschlussfahne, Wasser erhitzen.

Oder, Geberleitung über ein Poti (1 kOhm, 5 kOhm ???) an Masse legen und am Poti drehen, Anzeige sollte sich verändern.

Gruß nach unten

 

Joachim

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noli turbare circulos meos (Archimedes)

Hallo,

der Lüfter wird mit einem Stroboskop getestet, irgendwo habe ich eine Anleitung...

 

Gruß

 

Arne

MERKE: Überholen ohne einzuholen ist die Devise,
ein Kreis ist eben ein rundes Quadrat!!!

Danke Joachim!

Danke Arne!

 

Den Geber (= temperaturabhängiger Widerstand) werde ich testen. Das mit dem Kochtopf und dem heißen Wasser hört sich für mich am einfachsten an.

Arne, bei dem Visco-Lüfter bin ich mir nicht so sicher. Natürlich dreht das Ding. Aber dreht er schnell genug? Warum habe ich (trotz Hängerkupplung) keine Zarge? Vielleicht ist es sinnvoll zusätzlich einen elektrischen Lüfter (vor dem Wärmetauscher) einzubauen. Ist ja in den Tipps ziemlich gut beschrieben.

 

Grüße aus Sydney

Dieter

Bild von ingbw

Dieter schrieb:

Warum habe ich (trotz Hängerkupplung) keine Zarge? Vielleicht ist es sinnvoll zusätzlich einen elektrischen Lüfter (vor dem Wärmetauscher) einzubauen. Ist ja in den Tipps ziemlich gut beschrieben.

Zarge war vorgeschrieben für 1700 kg Zuglast, ohne Zarge nur 1200 kg Zuglast. Schau mal unter Clubservice in die Anleitungen zu den AHK's.

Könnte in wärmeren Gegenden oder bei Dauerlast Sinn machen, da auch dann im Leerlauf der E.-Lüfter volle Leistung bringt (Standard bei heutigen Fahrzeugen). Normalerweise sollte aber der Standardventilator reichen, vorausgesetzt er und das Thermostat funktionieren richtig.

 

Gruß

 

Joachim

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noli turbare circulos meos (Archimedes)

Bild von Ralf

Dieter, wenn du dir mit der Motortemp. unsicher bist, kauf dir ein preiswertes Infrarot-Thermometer.

Hallo

Nur die ersten Baujare hatten einen Viscolüfer, die späteren hatten eine Magnetkupplng, die ab 3500 U/min die Lüfterdrehzal nicht weiter steigen lässt. Die Viscolüfter sind daran zu erkennen,dass sie aus Aluminium sind,wärend die Magnetlüfter aus rotem Kunststoff  hergestellt sind. Wenn man aber mindestens 50 fährt und nicht im Stau steht, sollte der Motor selbst ohne Lüfer nich zu heiß werden. Ich habe den Verdacht, dass dein Thermostat nicht öffnet. Wenn der Feler nochmal auftritt, musst Du den oberen Kühlerschlauch vorsichtig anfassen. Wenn er heiß ist, öffnet der Thermostat korrekt, bleibt er kalt oder wird nur lauwarm, klemmt der Thermostat.

Marc

16 Ventile? Sowas braucht höchstens ein Schlauchboot!

Bild von Andreas Meyer

Ergänzung: den Viskolüfter gabs auch mit Lüfterrad aus weißem Kunststoff (Ende 68 bis 69).

 

Rotierende Grüße
Andreas

Andreas Meyer, 2. Vorsitzender, Ro 80 Club International e.V. - Verein für Kreiskolbentechnik

Tut mir leid, dass ich den Thread jetzt noch mal nach oben hieve...

Der Sommer steht vor der Tür, gestern hatten wir zum ersten mal über 30 Grad - und das Problem ist nicht gelöst. Schon bei relativ langsamer Fahrt kommt die Temperaturanzeige an den roten Bereich. Mit voll eingeschalteter Heizung geht es dann wieder runter - aber ich schwitze.

Unmittelbar nach dem Abstellen des Motors, Zeiger noch im oberen weißen dicken Bereich, habe ich im Kühlwasserbehälter eine Temperatur von 84 Grad gemessen. Ich fürchte nur, dass sagt nicht viel über die Wassertemperatur im Motor aus. Der Widerstand am Geber lag gleichzeitig bei 55 Ohm. Bei abgezogenem Geberkabel zeigt das Instrument nichts an - wenn das Kabel an Masse gelegt ist: Vollauschlag.

Mein Problem ist nach wie vor, dass ich nicht weiß, ob der Motor zu heiß wird oder ob die Anzeige falsch anzeigt. Bevor ich das Kühlwasser ablasse, um die Anlage zu entkalken und den Themostat optisch zu überprüfen, wüsste ich gern ob jemand eine Möglichkeit kennt, die Anzeige des Instrumentes zu überprüfen. Anders ausgedrückt: wie hoch sollte der Widerstand des Gebers bei Normaltemperatur sein?

Viele Grüße von hier unten!

Dieter

Nun hat meine praktische Arbeit am Auto gerade meine Schreiberei im Forum überholt.

Ich habe den Thermostat ausgebaut und "abgekocht". In kochenden Wasser öffnet er um ca. 8 bis 10 mm. Ich habe einen solchen Kühlwasserregler noch nicht in der Hand gehabt. Andere bewegen sich um 10 bis 20 mm. Ist der von mir gemessenen Hub in Ordnung?

Dieter

Bild von Ralf

Dass Heizung anmachen so sehr hilft, deutet denke ich schon darauf hin, dass nicht genug gekühlt wird und die Anzeige stimmt.

Wenn der Thermostat - wie du festgestellt hast - öffnet, wird der Kühler der "heißeste" Kandidat sein.

Ich hatte seinerzeit am K70 ein loses Kühlernetz, die Kühlleistung sinkt dadurch dramatisch. Die Symptome sind dann auch so.

 

Hallo Ralf,

 

bei allen meinen K 70 gab es Temperaturprobleme, weil die Kühlfläche zu sparsam bemessen wurde.

Abhilfe schafft da der Kühler und die passende Wasserpumpe der Schlechtwege und Tropenausführung...

 

Andreas: Gibt es für den Ro auch sowas?

 

Dieter: Das Thermostat muß bei der Temperatur, die auf dem Gehäuse angegeben ist, ganz auf sein.

Ich habe mal einige Thermostaten mittels Kochtopf und Muttis Einmachtermometer geprüft.

 

Fazit: Es gibt zwei verschiedene Thermostaten, die unterscheiden sich in ihrer Öffnungstemperatur. Diese Öffnungstemperatur ist auf dem Gehäuse eingeprägt.

 

Ich habe daraufhin den Thermostat mit der niedrigsten Öffnungstemperatur eingebaut, wie die genau war, weis ich nicht mehr, aber vielmehr als vielleicht 10 Grad Celsius lagen die gemessenen "Ausreisser" nach oben und nach unten nicht auseinander.

 

Von BMW gibt es einen ähnlichen Thermostaten, hab ich damals in der Hand gehabt, Teilenummer hab ich nicht mehr!

 

Gruß

 

Arne

MERKE: Überholen ohne einzuholen ist die Devise,
ein Kreis ist eben ein rundes Quadrat!!!

Arne, das wars!

Der entscheidende Hinweis war wohl, dass der Thermostat bei der eingeprägten Temperatur (bei mir sind es 75°) geöffnet sein muss. Ist meiner aber nicht. Bei 80° ist die Öffnung gerade mal ein Millimeter. Bei 100° sind es acht Millimeter.

Jetzt muss ich mal sehen, wo ich hier einen Thermostaten bekomme. Das könnte schwierig werden. Ich überlege, ob ich versuchen soll, den Thermostaten irgendwie in geöffneter Stellung zu fixieren. Als vorübergehende Notlösung natürlich nur.

Ich habe tatsächlich mit einem kalklösenden Mittel gespült - im auslaufenden Spülwaser habe ich allerdings keine Kalkrückstände gefunden. Dicht scheint auch noch alles zu sein...

Viele Grüße aus Sydney

Dieter

Bild von Guido

Hallo zusammen !

Ich habe mal 4 verschiedene gebrauchte Ro-80-Kühler ausgelitert. Die Zahlen habe ich nicht mehr im Gedächtnis. Aber der Volumenunterschied betrug damals mehr als 1 Liter. Wenn jetzt der Kalkbelag im Kühler schon so viel ausmacht, dann kann es auch im Motor entsprechend schlecht sein.

Ich denke mal, bei Temperaturproblemen ist meist eine Kette von Fehlern die Ursache. Kühler - Wasserpumpe - Thermostat - Schläuche !  Auch eine schlechte Entlüftung des Wasserkreislaufes ist möglich.

Am seltensten ist ein defekter Sensor oder ein defektes Anzeigeinstrument die Ursache.

Mein Ro  ( wird allerdings nur zwischen November und April bewegt) hat keinen Orioginal - Lüfter mehr, sonder nur einen Elektrolüfter, der sich bei 90 Grad einschaltet. Ich weiß gar nicht, ob der noch funktioniert, weil er früher nur im Sommer und nur im Stadtbetrieb oder bei Viollgas auf der Autobahn angesprungen ist.

Wenn Du mit einer Entkalkerflüssigkeit arbeitest, wird fast mit Sicherheit der Kühler undicht. Das also nur, wenn Du auch in Erwägung ziehst, einen Kühler anzuschaffen.

Übrigens : der Ro80-Serienkühler reicht vollständig aus, wenn er in Ordnung ist. Es muß kein teures Hochleistungsnetz sein!

 

 

Es muß nicht alles original sein !