Verbesserung Abblendlicht durch optimierte Verkabelung

Bild von Sascha Scheben

Das Licht unserer Ro´s ist ja auch unter Verwendung hochwertiger H1 Halogenbirnen immer noch recht spärlich.      

Jüngst habe ich mit einem Ro Fahrer gesprochen, der hier eine Optimierung alleine durch Verlegung des/der Relais vom Bereich der HKZ näher an die Scheinwerfer erzielen konnte. Hat jemand aus unserer Runde hier auch Erfahrungen oder kann dies bestätigen?

Bild von ingbw

Das macht nur dann Sinn, wenn auch die Kabel erneuert bzw. durch einen stärkeren Querschnitt ersetzt werden. D.h. im Umkehrschluss, die Relais können bleiben, wo sie sind. Die Masseverbindungen optimieren, alle (!) Steckkontakte säubern und auf festen Sitz achten, Leitungsquerschnitte eine Nr. gößer verlegen. Häufig sind auch die Torpedosicherungen am Spannungsabfall beteiligt; neue Sicherungen nehmen oder die Kontakflächen reinigen. Die Messingkontaktfedern des Sicherungshalters reinigen, mit Boschfett behandeln und die Federn durch etwas Zusammendrücken auf Spannung bringen. Das Zeugs wird durch Wärme lahm und durch Korrosion entstehen Übergangswiderstände. Gelegentlich auch mal die H1-Brenner auswechseln, die werden schwarz und lassen in der Lichtausbeute nach.

 

Gruß Joachim

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noli turbare circulos meos (Archimedes)

Bild von Bernd.H

Hallo Sascha, neulich zeigte mir ein Freund das Angebot eines "Halogen Booster". Es handelt sich dabei um einen Kabelsatz, der insbesondere bei Fahrzeugen bei denen die Ströme für das Licht längere Strecken im Kabelbaum des Fahrzeugs zurück legen müssen, einiges bringen soll.

Ein solcher Kabelsatz inkl. Relais ist überaus günstig zu erwerben. Glaubt man den Anbietern so läßt sich damit die reale Betriebsspannung der Lampe um einiges erhöhen, denn es geht im Kabelbaum einiges an Spannung verloren. Dem will man entgegnen indem man das Relais nahe am Scheinwerfer platziert und das ganze mit einer direkten Leitung von der Batterie aus mit Spannung versorgt.

 

Ich wollte immer schon mal messen wieviel Spannungsunterschied zwischen der aktuellen Batteriespannung und der tatsächlich an der Halogenlampe anliegenden Spannung herrscht, habe das aber bisher nicht ermittelt.

 

Grüße

 

Bernd

Bild von Sascha Scheben

Hallo Bernd, hallo Joachim, vielen Dank für Eure Hinweise und Tipps!

Von der Variation von Bernd, allerdings ohne den genannten "Halogen Booster", hatte mir Herr Oentrup berichtet, selbstredend unter Verwendung neuer Kabel. Wenn ich meine bisherige to Do Liste abgearbeitet habe werde ich mich an die Beleuchtung geben. Neue, "stärkere" H1 habe ich schon drin, ebenso habe ich die Streuscheibe innen und den Reflektor (vorsichtig) gereinigt, die Lichausbeute ist dennoch mager, daher der Gedanke an die Optinmierung der Stromversorgung.

Falls sich einer von Euch, oder natürlich auch andere interessierte Mitglieder, schon vorher ans Basteln und Umbauen geben, so hinterlasst hier doch einen Kommentar, das ist dann sicher für viele andere interessant, nützlich und auch ein Sicherheitsgewinn!

No Rotor, no Motor!

Bild von Christian von Klösterlein

Sascha Scheben schrieb:

...  ebenso habe ich die Streuscheibe innen und den Reflektor (vorsichtig) gereinigt, die Lichausbeute ist dennoch mager, daher der Gedanke an die Optinmierung der Stromversorgung.

Herr Scheben,

wie haben Sie denn die Reflektoren gereinigt? Ich habe schon von verschiedenen Versuchen gehört, bei denen aber die Reflexionsschicht angegriffen wurde (um es mal vorsichtig auszudrücken).

 

Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

 

Christian von Klösterlein

- Ro 80 Club International -

Internationale Kontakte

Bild von Sascha Scheben

Hallo Herr von Kösterlein,

 

zuerst einmal, Sie dürfen gerne Sascha sagen.

Ich habe den Reflektor, des Wissens um dessen Empfindlichkeit, lediglich mit klarem Wasser, einem schuss Essig-Essenz (zur Neutralisierung des Kalk) und einem Tupperware-Mikrofasertuch leicht abgewischt. Der Vorsicht halber zuerst am Randbereich um die Reation zu testen (der gern beschriebene Test an verdeckter Stelle). Allen Belag konnte ich nicht entfernen, da ich nicht schrubben wollte, aber das Tuch war danach schon recht ergraut.

No Rotor, no Motor!

Bild von ingbw

Nu kommt mal Butter bei die Fische:

Um allen Physikzauberern und Quacksalbern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Batterie 12,2V ergibt bei meinem Ro an der H1 ca. 11,4V ohne laufenden Motor,

mit laufendem Motor geht die Spannung auf ca 12,5V hoch (Leerlauf) an der H1 ca. 12,2V.

Das sind m.E. völlig normale Werte. Vorausgesetzt die Kontaktstellen, Kabel , Sicherungen und Relais sind ok. Wenn man die Spannung an der H1 erhöht, wird diese das kurzfristig mit einem fröhlichen Lampensterben quittieren (Nennspannung der H1 ist 12V). Das kann schon passieren, wenn man das Relais neben die Lampe legt und dickes Kabel direkt an Batterieplus. Und was dieser ominöse "Halogen Booster" soll? Im Mittelalter haben Quacksalber auch "Gold" hergestellt.

 

Fröhliche Suche im Kupfergewirr

 

Joachim

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noli turbare circulos meos (Archimedes)

Bild von Matthias vom Bodensee

Ingbw hat es gesagt und ich hab es gedacht...

Ich bin auch der Meinung, dass man sich des Problems eines Spannungsabfalls annehmen sollte, anstatt die Schaltung mit zusätzlichen Relais und Strippen zu verschlimmbessern. (Stichwort Masseband von der Batterie an den Motorblock basteln)

Der Ro80 hat ein gutes Licht, wenn alles passt. Massekontakte reinigen mit einem Glasfaserstift, anschließend die Kontakte mit Polfett (Vaseline geht genauso gut) einstreichen und montieren.

Als zweites die Sicherungen im Motorraum. Ich hab noch keinen originalen Ro gesehen an dem die Kontaktzungen mit dem Alter nicht oxidiert sind.     

Auch hier gilt, Kontaktzungen reinigen und fetten.

Zuletzt bleibt der Lichtschalter übrig. Diesen kann man aber mit etwas geschick zerlegen, reinigen mit Polfett versehen und wieder zusammen bauen. Immerhin sind die Dinger im Vergleich zu heutigen Bauteilen noch aus Krupp-Stahl.

Bis zu einem halben Volt Spannungsfall jeweils masseseitig und plusseitig sind zulässig.

Bringt der Generator nur 12,8 Volt, dann hier die Ursache näher unter die Lupe nehmen. Hier kann sowohl eine schlechte Motormasse die Ursache sein, als auch die Masse vom Generatorgehäuse zum Motorblock selber.

Die Regler im Ro80 regulieren die Spannung normal zwischen 13,5 und 14,4 Volt. Die alten Bis 1973 sind mechanisch und justierbar, wenn man weiß wie, ansonsten Finger weg!

Bei 14 Volt Regulierspannung kommen dann idealerweise 13 Volt an. 2 Volt Unterschied machen sich in der Helligkeit bemerkbar.

 

Nichts desto trotz nützt es aber nix, wenn man die volle Spannung an der Birne hat, wenn die Reflektoren blind sind und die Streuscheiben innen verdreckt.

Die Gläser lassen sich leicht in der Spülmaschine reinigen. Die Reflektoren nur bedingt bzw. mit äußerster Vorsicht. Die Chromschicht ist nur aufgedampft und sehr empfidnlich. Wenn überhaupt dann mit einem nassen weichen küchentuch nur vorsichtig drüber wischen. Alles wird man nicht weg bekommen, aber besser wird es meist schon.

Hat der Reflektor schon richtig matte Stellen, dann entweder einen besseren einbauen oder die Reflektoren neu verspiegeln lassen. Da stand schon ein paar Mal in der Oldtimermarkt ein Bericht drin. Das ganze hat den Vorteil, dass die Teile mit Silbernitrid beschichtet und anschließend mit einem Hitzebeständigen Klarlack versehen werden. So lassen sich die Reflektoren in Zukunft auch reinigen, wenn es dann in 20 Jahren wieder nötig sein sollte.

 

Übrigens hab ich beim filigranen Kontakte reinigen gute Erfahrungen - und jetzt nicht lachen - mit Badreiniger gemacht. Einschäumen, kurz einwirken lassen und mit ner alten Zahnbürste schrubben, danach mit klarem Wasser abwaschen und trocknen danach fetten. Das Zeug im Badreiniger (ich hab "Bref" genommen) löst die Oxidschicht ab und bringt das blanke Kupfer wieder zum Vorschein. Schon mehrfach angewandt bei Altaudis, dessen filigrane Schalter eine mechanische Bearbeitung mit Glasfaserstift nicht zulassen.

Und nicht zuletzt sollte man bedenken, dass in heutiger Zeit wo Voll-LED-Scheinwerfer und Xenonlicht an der Tagesodnung sind einem die H1 Anlage beim Ro80 dunkler vorkommen mag, weil man es mittlerweile anders gewohnt ist! Da ändern auch Relais direkt am Scheinwerfer nichts!!!

 

schöne Grüße

Matthias

Bild von Sascha Scheben

Hallo Joachim, hallo Matthias!

 

Wie ich in meinem anfänglichen Beitrag schrieb, das war der Ansatz eines Einzelnen Ro Fahrers, darum habe ich ja auch hier nach Meinungen und Erfahrungen gefragt und nicht einfach blind drauf los gebastelt.

 

Ich werde, wie sonst auch, die erste Wahl meines Tuns auf die Reinigung der Kontakte, Prüfung von Anschlüssen und Kabeln, und gegebenenfalls, sofern Erforderlich, den Austausch einzelner Komponenten oder angegammelten Kabeln beschränken. Von diesem China-Kram "Booster" oder gar "Xenon" halte ich nichts, das potenziert erfahrungsgemäß die Fehlerquellen.

 

Ich bin am Samstag beim Club-Lagerfest in Geilenkirchen dabei, vielleicht ergibt sich dort eine Runde zur Diskussion.

 

Danke und Grüße aus der Voreifel!

 

Sascha

No Rotor, no Motor!

Bild von AMEN

Weiss eigentlich einer ob sich das im September anbahnende, idiotische EU-Verbot der Produktion von Halogenlampen in irgendeiner Weise auf unsere Versorgung auswirken könnte? Gibt es da eine fortwährende Ausnahme?

Entschuldigt bitte meine typische Ahnungslosigkeit in dieser Sache...

Zenon und Diodenlicht, ekelhaft......

Gruss, Arndt

 

 

Être Prussien est un honneur, mais pas plaisir.

Bild von Pieter Jakobs

Hallo Arndt, da gibt es eine Ausnahme, sowie sogar für einige spezielle Anwendungen im Heim wie Bürolampen. Im Allgemeinen gibt es Ausnahmen für Anwendungen wo keine einfache Alternative vorhanden ist.

 

Freundlicher Gruß, Pieter

Bild von AMEN

Hallo Pieter

Danke für Deinen Hinweis. Ich fragte nur , weil man sich ja sonst jetzt noch eindecken müsste, will sagen auf Vorrat kaufen.

Viele Grüsse, Arndt

 

 

Être Prussien est un honneur, mais pas plaisir.

Bild von ingbw

Nahezu alle Hochvolt-Halogenlampen werden aus dem Handel verschwinden. Über den September 2018 hinaus weiterhin verkauft werden klare Halogenlampen mit r7s- und G9-Fassung und mindestens Energieklasse C, sowie die meisten weiteren energiesparenden Halogenlampen mit mindestens Energieklasse B.

 

Vermutlich wird man über das Internet weiterhin alles bekommen. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit E27 Glühlampen 200 Watt mattiert bekommen, und das Zeugs wurde vor Jahren schon von der EU verbannt.

 

Bei LED mußt Du halt auf die Lichtfarbe achten und falls notwendig auf dimmbarkeit, dabb ist auch LED ok.

 

Aber wir schweifen hier gerade vom eigentlichen Thema ab.

 

Gruß Joachim

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noli turbare circulos meos (Archimedes)

Bild von AMEN

Hallo Joachim

Auch Dir danke für die Einschätzung.Hoffe also, dass das kein Problem wird...

Beste Grüsse, Arndt

 

 

Être Prussien est un honneur, mais pas plaisir.

Bild von Sascha Scheben

Die Versorgung mit den von uns (und Millionen anderen Autofahrern) benötigten Halogen H1 des Abblend- und Fernlicht, sowie H3 der Nebelscheinwerfer, wird auf längere Zeit noch gewährleistet sein. Wenn es wirklich an die Fahrzeugbeleuchtung geht, werden meines Erachtens sicher zunächst die konventionellen Glühlampen der übrigen Beleuchtung fällig sein, hier ist die LED Technik schon so weit, dem Verbraucher geeignete und zugelassene Alternativen zu bieten. Der Entwicklungsstand beim LED-Ersatz (der Halogentechnik von H1 - H7), ist derzeit noch von einer zulassungsfähigen Serienreife entfernt, meines Wissens nach sogar noch verboten. Da die LED-Technik hier noch zu punktuell arbeitet und die Dioden für die vorliegenden Reflektionsscheinwerfer oder auch Projektionsscheinwerfer kein ausreichend breites Streufeld bieten, werden sie nach derzeitigem Stand noch keine Zulassung erhalten und demnach, mangels Alternative, auch kein Verbot der Halogentechnik möglich sein.

No Rotor, no Motor!