Bremskraftverstärker, Reparaturlösung

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Bei einer Generalüberholung meiner Bremsen habe ich mir den Bremskraftverstärker von Andreas Bertsch einbauen lassen. Ich hatte das Austauschteil von ihm auf dem Lagerfest gekauft. Siehe auch seine Notiz im Wankel Journal 75.
Eigentlich wollte ich alles selbst tun, aber da ich einige Bremsleitungen nicht los bekam, hab ich's dann doch in der Oldtimer-Werkstatt meines Vertrauens machen lassen.

Ich muß sagen, daß das Resultat rundum positiv ist. Deutlich mehr Bremskraftverstärkung*, gutes Ansprechen, hervorragende Dosierbarkeit. An den geringeren Pedaldruck habe ich mich schnell gewöhnt, ist ja ungefähr so wie bei meinem modernen Alltagsauto.

Wenn man bei der Montage genau nach der bebilderten Montageanweisung von Andreas Bertsch vorgeht, ist alles ein Kinderspiel.

Mit Dank an Andreas Bertsch für diese Initiative!

 

* muß ja auch, da der Bremskraftverstärker 12,5% mehr Durchmesser hat, also rund 25% mehr wirksame Fläche.

 

Christoph's picture

Lieber Christian,

 

danke für die Schilderung, die meine Vorfreude auf den Einbau desselben BKV in meinen Ro

noch steigert, derweil das gute Stück noch im warmen Keller auf seinen Einbau wartet.

 

Kannst Du etwas dazu sagen, ob die Bremsverstärkung nach mehreren, kurzen Bremsungen

auf demselben Niveau bleibt? Ich frage, weil ich davon gehört habe, daß die Vakuumpumpe des Ro

dann womöglich nicht schnell genug genügend Unterdruck bereitstellt für den größeren Bedarf des BKV?

 

Gruß, Christoph

"Eine Unterscheidung von Perzeption und Illusion ist sinnlos." Humberto Maturana

Christian von Klösterlein's picture

Bester Christoph,

davon habe ich nichts bemerkt. Da ich das aber bei einiger Geschwindigkeit (= einige Motordrehzahl = ordentlicher Motor-Unterdruck) gemacht habe werde ich mal eine Probefahrt machen wo ich das mit wenig Motordrehzahl wiederhole.

 

Mein Motto: Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

 

Christian von Klösterlein

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Jetzt habe ich die Probe aufs Exempel gemacht.

1. Bei verschiedenen Motordrehzahlen mehrere mal hintereinander 'normal' gebremst. Mal glaubte ich einen Unterschied festzustellen, aber meist nicht.

2. Dann die brutale Probe. Eine Gewaltbremsung (Reifen quietschten) und nach 0,5 bis 1m Fahrstrecke nochmal. Da war beim zweitenmal eine etwas geringere Bremswirkung feststellbar.

Vorsichtiges Fazit:

Im Normalbetrieb kein Problem, bei extremer Volbremsung vielleicht etwas geringere Bremswirkung beim zweitenmal. Aber wer macht schon nach einer Gewaltbremsung eine zweite?

 

Für meine Bremstests habe ich mir eine stille Nebenstraße an der Vecht ausgesucht. Die Vecht ist berühmt wegen der Landhäuser, die Kaufleute aus Amsterdam sich dort im 17./18. Jahrhundert gebaut haben. Unser Haus an der Vecht ist etwas bescheidener.

 

 

Mein Motto: Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

 

Christian von Klösterlein

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Christoph's picture

Lieber Christian,

 

herzlichen Dank für die sehr ausführlichen Versuche und den Bericht darüber,

die Vorfreude steigt :-)

 

Allzeit Gute Fahrt, Christoph

"Eine Unterscheidung von Perzeption und Illusion ist sinnlos." Humberto Maturana