Was wiegt ein Kühler?

Bild von Guido

Irgendwo tauchte die Frage auf, wie man den Grad der Verkalkung eines Wasserkühlers feststellen kann. Der Autor hatte einen neuen Kühler mit Tropennetz gewogen und ein Leergewicht von 8,541 kg festgestellt. Diesen Artikel finde ich nicht mehr???

Ich habe nun mal 6 verschiedene gebrauchte Original-RO80-Kühler mit der Federwaage gewogen.

Die Unterschiede sind minimal und das Leergewicht liegt immer zwischen 6,71 kg und 6,80 kg. Leider habe ich keinen neuen Originalkühler als Vergleich und glaube nicht, daß man auf Grund des Gewichtes eine entsprechende Stärke der Verkalkung des Kühlers feststellen kann??

 

Bild von BW1980

Hallo Guido, hab nur geschrieben wie es bei MB gemacht wird. Dort steht schon das Gewicht im EPC. Da das Tropennetz nicht original ist kann man meinen Messwert wohl nur als Anhalt nehmen. 

https://www.ro80club.org/forum/motor/wo-sollte-die-temperaturanzeige-ste...

 

Gruss Holger

Bild von Guido

Danke Holger ! - Du hast mich richtig angestoßen.

Ich werde jetzt mal meine alten gebrauchten Kühler mit der Zitronensäure behandeln und das Vorher-Nachher-Gewicht vergleichen. Das wird ein paar Tage dauern und ich melde mich wieder !

Guido

PS : Ich habe ein großes Ersatzteillager mit gebrauchten Teilen zu verkaufen: Teile von rund 6 Fahrzeugen und 12 Motoren.       Alles zerlegt und nur en Block zu verkaufen.        Wer also RO-Teile und Ro-Schrott braucht, bzw. haben will---bitte melden !

 

Es muß nicht alles original sein !

Bild von Sascha Scheben

Hallo Guido!

 

99g Differenz bei 6 Dir zur Verfügung stehenden Kühler, für mich ein Wert der nicht aussagekräftig sein sollte, geschweige denn, für die Bewertung des Zustandes eines Kühlers taugt.

 

Alleine bei der Herstellung der Kühler, da diese nicht vollautomatisch-maschinell produziert wurden, wird es eine gute Streuung gegeben haben. Wenn man bedenkt, was schon eine kleine Menge Lötzinn wiegt. . .

 

25 Doppel-Kühlkanäle besitzt der originale Ro-Kühler, je 12-15mm breit bei 1,5mm Höhe (so meine schemenhafte Erinnerung), da braucht es keine dicke (und durch das Gewicht messbare) Kalkschicht um die Kanäle zu verstopfen.

 

Mehr als ein gaaanz grober Anhaltspunkt kann das Gewicht also nicht darstellen, die Genauigkeit mag ich da fast mit einem Blick in die Glaskugel vergleichen.

 

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)

Bild von ramto171

Wenn Du Kühlerdeckel abnimmst, Wasser raus ist und innen mögl. trocken, dann siehst Du mit Taschenlampe eigentlich ganz gut zu einigen der Kühlkanaele und kannst schon mit freiem Auge sehen ob Kalkstein zu sehen ist oder vielleicht sogar die ein oder andere Rippe halb zugewachsen ist. Heute gibts auch preiswerte Endoskope wo man etwas näher ran kommt.

 

Aus eigener Erfahrung schon mehrmals zugewachsene Kühler div. Oldies erlebt, meist sind erst bei längerer Bergauffahrt Probleme aufgetreten, aber ist trotzdem nervig. Grund wird schlechter oder mangelhafter Kühlerfrostschutz sein, gerade in Südländern wird manchmal sogar ganz ohne gefahren. Reinigungsversuch mit Wasser und Essigsäure (25%, darunter bringts nix, S zB. Surig Essigessenz im Lebensmitelhandel, Drogerien) kann man machen, wenns nicht zu arg her ist  - Kühler ausbauen, Löcher mit Gummipfropfen abstoppeln (im Industriebedarf-Gummihandel in allen Durchmesser. für kl. Geld zu kriegen, zB bei Fa. Kaindl), Kühler samt Essigbrühe mehrere Tage in der prallen Sonne in einem gr. schwarzen Müllsack quasi dicht eingepackt stehen lassen (damit Sonnenhitze drin bleibt und "Essig-Warmwasser" entsteht, das aktiver is als kaltes Gebräu), gel. schütteln schadet nicht. Wenn man 10-15% Prozent mehr Durchfluss zurück gewinnt, reicht das oft schon, weil Kühler sind eigentlich alle überdimensioniert und haben werkseitig "Reserve".

 

Gruß, Otmar