Ausbau Wasserkühler

Bild von Gerhard

Bedingt durch die Enge im Motorraum verklemmt sich der Kühler beim Ausbau und Einbau. selbst mit Gewalt ist er nicht zu bewegen. Hier hilft Fett zwischen dem Kühler und den Motorauflageflanschen vorne. Bei mir ging es dann kinderleicht.

Bild von Sascha Scheben

Hallo in die Runde!

Zur Ergänzung des Hinweises von Gerhard (aus der Erfahrung des selbst durchgeführten 3 maligen Kühler Ein- und Ausbaus)

 

Die zwischen der unteren Haltetraverse (Mittelteil Querträger innen?) und der Unterseite des Kühlers aufgelegten Gummistücke verbinden sich gerne sehr fest mit mindestens einer ihrer Auflageflächen. Vor dem Ausbau hilft da etwas Kriechöl mit lösenden Eigenschaften, das lockert die ganze Sache etwas.

 

Viscokupplung und Lüfter müssen ausgebaut sein (anderenfalls kann man die Erfolge schön am Abdruck der Lüfterkupplung in den Kühlerlamellen nachvollziehen. . .), bei einem lotrechten Vorderbau reicht es dann den Kühler vorsichtig Richtung Motor zu kippen und ihn etwas um die Mittelachse drehend nach oben hinaus zu ziehen. Zu zweit geht das am besten, so kann man den Kühler an den gebrochenen Kanten der Wassertaschen schön an den Aufnahmepunkten der Motortraverse vorbei bugsieren.

 

Hinweis zur Demontage des Lüfters: Entgegen der Beschreibungen in Reparaturhandbuch und Ersatzteilkatalog waren Lüfter/Kupplung bei mir mit Schrauben befestigt. In der Literatur habe ich nur den Einsatz von Stehbolzen und Muttern nachlesen können. Ob ich da ein Einzelfall bin kann ich nicht sagen! Wichtig aber, sofern es doch häufiger vor kommt, die verwendeten Schrauben waren sehr weich und durch die unbequem zu erreichende Position neigt der 6-Kant Kopf zu Verformung. Hier vorher erst einen Kriechöl / WD40 o.ä. aufbringen und einwirken lassen, die Schrauben dann nachher durch 8.8er ersetzen.

Mit diesen Vorbereitungen sollte der Aus- und Wiedereinbau des Kühlers jedem gelingen der einen Schraubenschlüssel halten und richtig ansetzen kann.

 

Ich habe die schon beschriebenen Gummiplatten vor dem Wiedereinbau beidseitig mit EUROL TW-FLUID Seilfett eingesprüht. Dies ist mineralölfrei, greift Gummi und Lack nicht an und besitzt frisch aufgetragen gute Kriecheigenschaften. Nachdem das Lösungsmittel verflüchtigt ist, wird es recht fest, unter mechanischer (Druck- und Reibe-) Belastung oder höheren Temperaturen erlangt es aber wieder Kriecheigenschaften, also auch optimal zur Hohlraumkonservierung, zum Schmieren von Scharnieren etc. oder als schneller Rostblocker in Ecken und Ritzen geeignet.

 

Gutes Gelingen allen "och das könnte ich ja dann auch selbst machen - Bastlern"!

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)

Bild von Philipp

Hallo zusammen,

bei Kriechöl und Gummi wäre ich vorsichtig; einige Gummisorten reagieren da mit Verformung oder Auflösung...

Deshab nehme ich in solchen Fällen immer Ballistol, das greift keinerlei Gummi an und schmiert hervorragend. Das kann man sogar zur Armaturenbrettpflege verwenden (wennn einen der Geruch nicht stört).

Gruß

Philipp

Bild von Sascha Scheben

Hallo Philipp, Danke für Deine Ergänzung!

Ich hatte dies nicht explizit erwähnt, da ich im weiteren Verlauf auf das mineralölfreie und nicht angreifende Seilfett zu sprechen kam und einfach meine eigene Handhabe als üblich unterstelle, daß man Teile, die man wieder montiert, zuvor von Rückständen befreit.

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)