IMMER Kaltluft für den Wankelmotor - 15 min. Anbaukit

Bild von ramto171
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Kaltluft-Zuführung fürs RO 80 Wankeltriebwerk = mehr PS / weniger Spritverbrauch!

 

Moderne Autos haben ALLE eine Frischluft-Zuführung von außen zum Luftfilter, nicht jedoch der RO80, der stets die ca. 80-90 Grad heiße Kühlerabluft, Motorabstrahl & teils Auspuffwärme einsaugt. Nicht ideal, drum habe ich mir was überlegt und am Weekend angebaut!

ABER ACHTUNG: Original ist das Nachfolgende NICHT - vermutlich eher besser: Denn ab jetzt kommt stets kühlere Frischluft (= mehr Sauerstoff enthalten) unterhalb des Kühlers von außen an den Luftfilter / Vergaser heran = bessere Kammerfüllung insbesonders in den warmen Sommermonaten, da wo wir mit den Oldys ja hauptsächlich fahren. (Eine 40° tiefere Ansaugluft bringt ca. 3% mehr Füllung, da die Sauerstoffmolekle enger beisammen liegen = etwas mehr Leistung bzw. weniger Spritverbrauch / kühlerer Vergaser - wirkt Dampfblasenneigung moderner Benzine entgegen). Bei mir stieg übrigens nach Kit-Anbau die Leerlaufdrehzahl leicht an - dreht jetzt ca. 50 Touren mehr, fiel mir auf.

 

Man braucht: Ca. 75 cm ummantelter Alugewebe-Rippenschlauch (bleibt stabil + ist frei formbar, von Hand) mit 60 mm oder 65 mm Innendurchmesser (typ. Heizungsschlauch wie ihn die VW Käfer und VW Busse, Wohnmobile usw. drin haben - gibts aber auch im Indutriehandel - Fa. Würth, Berner, Kaindl, Steyr-Werner, Wohnmobilfirmen usw. - als Meterware in beige oder in mausgrauer Ummantelung), sowie 1-2 Kabelbinder. Kostenpunkt: keine 10,- Euro!

 

Zu tun ist: Schlauch grob zuschneiden und formen (man kann ihn auch etwas oval drücken wenns mal wo enger zugeht an einer Stelle), sodaß er nach unten gehend VOR dem Motor-Masseband durch kommt. Masseband ggf ein wenig verdrehen sollte es "verwurstelt / eng" montiert sein - am re. Massekabel kann man den Rippenschlauch auch mit einem 30 cm Kabelbinder gut dran fixieren. (Bei der Gelgenheit den Masseanschluss mal wieder blank reinigen empfiehlt sich!). Oben mit der kleine Mini-Blechschraube fixieren - die vorne innen am Stahlschnorchel der Ansaugung eh dran ist (zumindest bei meinem 75er ist's so). Fertig - und sieht ordentlich aus! Wer will kann noch ein 3 mm Mini Löchlein unten am Front-Schutzblech bohren und dort den Ansaugschnorchel-Vorderteil mit einem kl. Kabelbinder in Position halten - Geschmacksache (3 Fotos anbei die alles zeigen, Holger stellt sie demnächst eint)
Den Ölmesstab kann man immer übrigens noch leicht ziehen, ggf. den Schlauch etwas zur Seite drücken, aber bei meinem Auto ist nicht mal das nötig. Das ganze ist in 15 min fertig und bei Bedarf im Nu rückgebaut, zB. bei Winterbetrieb ab ca. +5 Grad gibt man ihn einfach weg oder schließt ihn einfach oben am Schnorchel ab, damit der Vergaser bei Kälte wieder vorgewärmt wird und nicht vereisen kann. Im Frühling, Sommer & Herbst hat man ab sofort aber IMMER die deutlich kühlere Luft am Motor, das ist quasi ein Dauer-Plus!

 

Viel Spaß beim Basteln und Gruß,

Otmar

 

 

 

Bild von BW1980

Hallo, hier die Bilder von Otmar seinem Umbau...

 

Bild von BW1980

Hallo, für mich ist das alles einleuchtend. Habe ende der siebziger mit meinem TTS die gleichen erfahrungen gesammelt. Eine offne Motorhaube brachte nicht viel. Erst ein ordendlicher Luftfilterkasten mit Ansaug Schläuchen weg vom heissen Motor brachte etwas.

 

Der Ort auf Bild 3 ist nicht optimal. Besser wäre es oben oder mitte des Kühlers seitlich Kaltluft ansaugen zu lassen. Aber ob das ohne Änderungen am Ro geht ????

 

Jedenfalls ein sehr guter Ansatz....

 

Gruss Holger

Diese Idee hatte hier in Hamburg auch mal jemand, der fuhr ohne Nebelscheinwerfer und hatte statt dessen Lufteinlässe vom 73er K70 eingebaut, dort finden sich diese Kästen unter der vorderen Stoßstange und dienen der Zuführung von Kühlluft für die vorderen Bremsen.
Rechts wurde angesaugt und links ging's zum Ölkühler.
Das war so ca.1980.

MERKE: Überholen ohne einzuholen ist die Devise, ein Kreis ist eben nur ein rundes Quadrat!!!

Bild von Sascha Scheben

Jedem das Seine wo die Bastel- und "Optimerungs"wut gerade hin fällt.

 

Irgendwie erinnert mich die Kostruktion an die Hercules Wankel2000, stopp, an einen Staubsauger. Wenn da die gedachte Mehrleistung nicht schnell durch einen verdreckten Filter wieder zunichte geht und das Gegenteil hervorruft.

 

Um den Leitsatz von C. v. K. etwas abgeändert zu verwenden: Original ist schön, man kann es mit Änderungen aber auch übertreiben. Das Zitat von Helmut Schmidt über Brandt, Wahlkampf 1980, verkneife ich mir jetzt.

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)

Bild von Tilmann Karl

Ich schließe mich Sascha an. 

Irgenwie kann ich damit nicht so viel was anfangen. Theoretisch kann da was gehen, aber nur theoretisch.

 

Eine extra Zuführung von Kaltluft für den Fahrer finde ich bei diesem Wetter sinnvoller...

 

Grüße

Tilmann Karl

69-padmagrün

 

Bild von ramto171

A) Die Physik lässt sich nicht weg diskutieren, original oder nicht - kalte Luftmoleküle liegen enger beisammen, da kommt mehr zum Motor - keine Theorie, bewiesen! Damals wurde das "hergeschenkt" (wie bei den meisten Autoherstellern einst, da ist NSU eh nicht alleine), das kann sich heute kein Autohersteller mehr leisten - alleine schon wegen der strengen Verbrauchs und CO2 Abgasnormierungen, hat jeder Dacia! Und wer mal bei einem optimierten BMW Alpina 2002 ti Leistungskit aus den 1970er Jahren schaut, dem wird sofort die Luftführung zu den Solex oder Doppel-Weber Vergasern auffallen oder beim tii zum Luftsammler der Einspritzung - kommt stets kalte Luft von aussen mit Schlauch. Serie wurde bei den BMW freilich auch "heiß"  im Motorraum angesaugt.

 

B) Der Ansaugschnorchel unten in Asphaltnaehe ist nicht ideal - korrekt, aber ohne Anbohren der vo. re. Blechwand gibts meiner Meinung keinen anderen Weg beim RO80 an Frischluft zu kommen, also drum unten durch.  Ein "Landrover-Schnorchel" oben kommt nicht in Frage!. Man soll schon wieder auf original zurueck gehen koennen, das ist mein Motto. Man sieht von außen kaum (speziell in mausgrauer Ummantelung wie der Käfer drin hat ists sehr dezent) mich störts jedenfalls nicht, weil die Vorteile ueberwiegen!

B-1) Ein eher geringer "Ram-Air" Effekt kommt mit steigender Fahrgeschwindigkeit, grob ab ca. 100 km/h dazu weil die Fahrluft von vorne über das untere Frontschutzblech gleitend rein "muss". Es gäbe noch die Moeglichkeit dort einen "Breitband-Luftsammler" den es fuer div. Schauch-Drm. in Motorsportshops gibt (Stichtwort: zur Bremsenbelüftung) dran zu schließen um zu mehr Ram-Luft zu kommen. Aber lassen wir das, der RO80 ist schließlich kein F1-Wagen, die alle oben über dem Fahrerhelm einen Ram-Air Luftsammler haben.

 

C) Wer mit einem verdreckten Luftfilter faehrt, dem ist eh nicht zu helfen, der darf weiter gerne mehr als noetig an der Tanksäule zahlen!

 

D) Der eine ist ein Schrauber wie ich, der als MB-Ing. schon schaut dass es Hand und Fuss hat und auch vernuenftig aussieht. Der andere ist ein Fahrer dem es so laesst wie ist - kann jeder selber entscheiden. Es kost fast nix, weder an Zeit noch an Geld - Anleitung oben, aber die Physik ist unbestechlich und der Effekt ist da, immer! Sogar im Stand, wenn Du nach dem Einkauf bei Spar-Markt den noch immer heißen Motor anwirst wird der Wankel nur ganz kurz 1 sec. lang die warme Motorraum Stauhitze-Luft saugen, die im Schlauch drin steht, dann sofort von außen coole Luft nachziehen!

 

Gruss, Otmar

Bild von Tilmann Karl

Auch ich bin MB. Ing.. Ich sage auch nicht, dass es nichts bringt. 

Aber wenn Du dir so sicher bist, dann zeige es doch mit unabhängigen Leistungsgutachten. 

Denn Gefühl ist nun mal ein Gefühl und gefühlt ist alles anders.

Ohne jetzt hier weiter die hitzige Debatte voran zu treiben. 

 

Grüße

Tilmann Karl

69-padmagrün

 

Bild von ramto171

Geldveschwenden für ein Leistungsgutachten?

 

Physiklehrer fragen - reicht! Mal unter die Motorhaube des Alltagautos schauen wie die Luftzufuehrung heute JEDER Autohersteller anwendet um nix an Potential "liegenzulassen" - reicht! Mal ueber nen Alpenpass fahren und merken wie viel weniger Leistung am Motor weiter oben am Berg ankommt - wegen "dünner Luft" - zeigt es genauso! Kalte Luft = mehr O2 Molekuehle passen in den auf gleichem Raum zusammen rein wie bei warmer Luft > selbes Prinzip wie bei Bergfahrt, nur merkst Du den Leistungsverlust dort "dramatisch", weil Du in kurzer Zeit viele Hoehenmeter in Richtung dünne Luftschicht machst.

 

Gruss, Otmar

Bild von Andreas Meyer

ramto171 schrieb:

... Mal ueber nen Alpenpass fahren und merken wie viel weniger Leistung am Motor weiter oben am Berg ankommt - wegen "dünner Luft" - zeigt es genauso! ...

 

Unter diesem Gesichtspunkt ist es natürlich ein ganz erheblicher Vorteil, wenn die Luft schon mal 20cm tiefer angesaugt wird... :-D :-D :-D

Andreas Meyer, 2. Vorsitzender, Ro 80 Club International e.V. - Verein für Kreiskolbentechnik

Eine umweglose Zuführung von kaltem Bier zum schwitzendem Fahrer ist noch viel sinnvoller und unbedingt zu gewährleisten!

MERKE: Überholen ohne einzuholen ist die Devise, ein Kreis ist eben nur ein rundes Quadrat!!!

Bild von ramto171

Kaltes Bier tut dem Fahrer gut, kalte Luft dem Motor - ich bin ja eh ganz bei Dir!

Bild von ramto171

Sascha, wie Du ja weisst habe ich mich Dir gegenüber eh schon als Schrauber und Tüftler geoutet, fahre aber auch gerne mal ne Runde, so ist es nicht.

Die W2000 hat in der Tat jede Menge an Problemen mit bekommen weil vorschnell auf Markt geworfen, wie Kupplung usw. Vieles kommt auch von Zuendung und untermdimensionierter Moped-Elektrik, auch weil erst danach das "Fahren mit Licht" am Tag für Moto eingefuehrt wurde, was die kl. Spule (weil hat wie damals ein Moped kein LiMa) nicht schaffte. Meine ist eine sehr fruehe vom 2. Produktionstag mit jetzt um die 6500 km drauf, daher kann ich da ich ein Lied von singen. Auch etwas Pfusch war dabei, weil sie noch nicht so recht sattelfest bei der Montage waren, kann passieren! Optisch sieht er halt wirklich aus wie ein Staubsauger, der Franken-Hobel!  Notfalls kommt ein Dyson Akkusauber als Ersatzmotor rein, der sieht aehnlich aus (Scherz, es liegt ein revidierter W2k Motor im Karton).

 

Gruss, Otmar

Bild von Sascha Scheben

Auf besonderen Wunsch das Zitat:

"Wer Visionen hat, der soll mal zum Arzt gehen!"

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)

Bild von Imploder

Der RO ist doch schon immer Bestandteil von Ausprobierereien der Fangemeinde gewesen, darum gibt es ja noch so viele Exemplare und begeisterte Fahrer. Der eine baut auf (Doppel-)HKZ mit Hallgeber um, der andere auf Getrenntschmierung (was ich beides für extrem sinnvoll erachte), der andere das seltsame, schon 1967 veraltete Bimetall-Blinkrelais zu einer vernünftig getakteten Version, dann gibt es Keramikdichtleisten, verbesserte Bremskraftverstärker usw.
Warum nicht dem Motor kältere Ansaugluft gönnen? Ich weiß jedenfalls von anderen Vergaserautos, dass diese mit kalter Luft besser laufen. Der 75er Audi 80 meiner Oma hatte nicht mal einen Thermostat in der Ansaugluftumschaltung, man steckte einen Schlauch von Sommer auf Winterbetrieb um...allerdings wurde die WInterluft am Krümmer erhitzt.
Natürlich vergaß das meine Oma und er lief im Sommer mit hohem Verbrauch und ruppig.
Das Einzige, was ich mir mir diesem Umbau als Nachteil vorstellen kann ist, dass es durch den Fahrtwind einen geschwindigkeitsabhängigen Staudruck gibt, der der ursprünglichen Vergaserabstimmung entgegen wirkt (von Vergaservereisung unter +5 Grad Lufttemperatur mal abgesehen).
Und ich behaupte, dass es in Bereich des Ansaugschnorchels gar nicht mal so warm wird. Der Motorraum ist ja überall offen am RO. Hier würden Messwertaufzeichnungen zum Verglaich viel helfen.

Bild von Andreas Bertsch

Ich sehe das genau so.

Der Motorraum im Ro80 ist gegenüber heutigen Fahrzeugen extrem gut belüftet. Die Ansaugstelle nahe dem Scheinwerfer lässt auch genügend kühle Luft im Fahrbetrieb zum Luftfilter strömen.

Die Ansaugstelle unter dem Frontblech ist viel zu tief und birgt die große Gefahr bei Gischtfahrten viel Flüssigkeit oder auch Schmutz mit anzusaugen was nicht unbedingt gut für den Motor ist (Grad Filterverschmutzung), und gleich vorweg, Wassereinspritzung ist etwas anderes :-).

Die Radien und die rauhe Innenfläche des Schlauches sind auch nicht unbedingt strömungsfreundlich für die Ansaugung.

Der kritische Betrieb ist die Stauwärme im Vergaser bezüglich Heissstart, da hilft auch die frische Luft ausserhalb vom Motorraum nichts.

Wenn man die Spaltmaße im rechten Vorderwagen aufsummiert bekommt man weit mehr Fläche zusammen als am Luftfiltereintritt, die warme Kühlerabluft wird vom Viskolüfter schnell nach hinten abgeblasen, so, dass diese nicht unbedingt vom Luftfilter angesaugt wird.

 

LG Andreas

Bild von Imploder

Mal eine andere Frage:
Was sind das für Unterdruckschläuche im Bild? Sehen ja nicht unbedingt original aus, aber erfüllen wohl den Zweck.
Ist das irgendeine Lüftungstechnik-Meterware?

Bild von ramto171

Diese Drahtspiral-Schläuche sind vom Vorbesitzer mal rein gekommen - sehr gut formhaltig, alles dicht und funktioniert, drum kein Bedarf zu aenden. Wo er sie her hat kann ich nicht sagen da er nicht mehr lebt, wohl Industriestandard-Ware, weil er sich vermutl. nicht Anders zu helfen wusste. Dann muss man sich halt was ueberlegen!

 

Ja, wenigstens ist der RO Schnorchel nicht wie beim BMW ti oder den Amis direkt ueber dem Motor, das ist schon mal besser. Und eine wenig Frischluft kommt durch den Motorhaubenspalt, Ritzen usw. auch rein, besonders ergiebig wirds aber nicht sein und sich mit der Motor und Kühlerabluft vermischen - von "lateraler" Ansaugluft kann da gewiss auch nicht gerade die Rede sein. Die Oberflächenrauigkeit ist im Vergleich drum quasi "wurscht", bei heutigen Autos sinds ganze Hieharmonika-Faltenbalge vorm Luftfilter, dagegen ist diese 2mm Rippenstruktur hier "mini", der Drm. ist sowieso deutlich groesser als der Einlass-Drm. am Stahlschnorchel, genug Reservevolumen ist also im Schlauch da.

Staub usw kann unten mehr kommen durch Verwirbelung auf der Straße, wäre logisch so, sind ca. 35 cm Höhendifferenz. Wennst hinter einem Schotter-LKW herfährst kriegst immer ne Ladung ab, das ziehst den Staub auch durch die kl. Ritzen in den Motorraum, durch / neben Kühler rein. Lufi im Auge halten schadet nicht!

Wasser, Steine...: Nein, das "steigt" nicht in einem z-foremigen Rippenschlauch auf, zu schwer, wird direkt am ersten Rohrbogen unten abgefangen, quasi ping - pong! Sprühregen oder dgl. schon eher, aber das Gebraeu saugst im normalen RO auch an wennst im Regen hinter einem Auto nachfaehrst, das die Gischt nachzieht.

 

Weder Original noch dieses hier ist optimal, aber ein Versuch zur Verbesserung, von dem ich ueberzeugt bin - andere nicht, alles gut! Die 2 oder ggf. 3 % Plus sind freilich schwer merkbar bei normaler Fahrweise, aber sie sind halt doch da (nur fuer Physik-Fans natuerlich). Fahr mal im Sommer durch nen kühlen Wald an dem vielleicht noch ein Baechlein neben der Straße fliesst. Irgendwie geht der Motor dort besser, merkt nahezu jeder!!! Das ist mir einst schon mit dem Moped im Donautal neben dem Aschach-Fluss aufgefallen - da war plötzlich mehr Qualm drin in der Puch für diese ca.10 km lange "colle Waldbach-Strecke". Das Ding wollte plötzlich ganz anders, drehte spritzig... Die Physik schob mit an!

 

Gruß, Otmar

Bild von Bernd.H

Ich finde die Idee das Laufverhalten eines Ro durch winzige Veränderungen verbessern zu können immer gut. Kältere Luft ansaugen kann im Sommer nie von Nachteil sein, auch wenn einige Kommentare leider versuchen das ganze mal wieder  ins Lächerliche zu ziehen. Ich werde mir das mal im Motorraum näher angucken.

 

Grüße

 

Bernd

Bild von Sascha Scheben

Mir bereitet eines noch immer Gedanken und ein mulmiges Gefühl.

 

Vergaser und Motor sind auf eigenständiges Ansaugen der Verbrennungsluft ausgelegt, bei der "Schnorchel-Variante" kommt es dann gleich zu 2 physikalischen Veränderungen, leicht kühlere Luft und Druck durch die so zwangsweise zugeführte Verbrennungsluft.

 

Der Luftfilter ist ja gleichzeitig Anschaugluftgeräuschdämmer und Luftberuhiger, da unterstelle ich, daß sich die Ingenieure damals schon etwas dabei gedacht haben, da ein Luftmengenmesser noch unbekannt war.

 

Wie wir wissen, kann ein falscher Stau-/Gegendruck in der Abgasanlage zu erheblichen Motorschäden führen, mir grummelt es da im Bauch, daß sich auch eine Änderung auf der Ansaugseite negativ auswirken könnte.

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)

Bild von BW1980

Hallo, durch einen etwas längeren Ansaugschlauch wird die Luft auch beruhigt. Also wird das Ansauggeräusch ,,noch leiser ,,

Direkt in den Fahrtwind gehört er aber nicht. Auch bei ,, modernen Autos,, sitzt der Lufteinlass oben über dem Kühler oder seitlich, aber nie direkt im Fahrwind.

Da über dem Kühler wenig Platz ist , ist die Ansaugung hier schmaler und länger ausgeführt.

Mercedes hat mal die Ansaugung im Fahrtwind gehabt. Es waren glaube ich die ersten OM642 Dieselmotoren. Die beiden Luftfilter waren nach kurzer Zeit mit Dreck verstopft. Richtig zu...und die Motoren liefen nur noch im Notlauf. Luftfilter und Ansaugung wurden dann geändert.

Wenn man bei Ro was ändern möchte, würde ich dies nur seitlich neben dem Kühler einbauen. Hier muss aber ein Durchbruch gemacht werden und deshalb fällt es für mich flach.

 

Ansonsten ein gute Idee...

 

Gruss Holger

 

 

Bild von Imploder

Mir fehlt da womöglich das Hintergrundwissen, aber am RO ist doch schon seit Anbeginn dieser monströse Luftfilter drin und der wurde prinzipiell nie geändert. Irgendwas muss an dieser Konstruktion essentiell wichtig sein, vermutlich eben der Ventillosigkeit des Wankels geschuldet. Auch der spitz zulaufende Ansaugschnorchel hat seine strömungstechnische Berechnung. Es mag ja nicht alles am RO von Anfang an perfekt gewesen sein, aber hier wurde prinzipiell nie was verändert. Und das hat meiner Meinung nach Gründe.
Der zusätzliche Schlauch wird hier aber nicht viel kaputtmachen, denke ich, denn das Nadelöhr ist die Spitze des Schnorchels und die Lufttemperatur im Motorraum schwankt ja in einem erheblichen Bereich mit einem Delta von fast 60 Grad Celsius von der Auslegung her.
Von der Ansaugtemperatur aus gesehen machen die paar Grad sicher keinen Unterschied, was irgendwelche Defekte nach sich ziehen könnte.
Was aber mit dem Druck durch den Fahrtwind?
So wie ich das Einschätze, wird eher zusätzlich beatmet anstelle zu wenig, das schadet sicher nichts, zumal es ja durch den Vergaser bedingt automatisch zu einem fetteren Gemisch führt. Die Gemischbildung erfogt rein durch das Durckverhälrnis vor / nach der Drosselklappe.
Selbst bei einer Einspritzung wäre der Luftmengen-bzw. noch besser Luftmassenmesser nachgeschaltet und würde die zusätzliche Luft mitmessen und damit die Gemischbildung korrigieren.
Unser Ramto hat einfach das Problem, dass sein Auto zu gut beieinander ist...

Bild von Sascha Scheben

Imploder schrieb:

Was aber mit dem Druck durch den Fahrtwind?
So wie ich das Einschätze, wird eher zusätzlich beatmet anstelle zu wenig, das schadet sicher nichts, zumal es ja durch den Vergaser bedingt automatisch zu einem fetteren Gemisch führt. Die Gemischbildung erfogt rein durch das Durckverhälrnis vor / nach der Drosselklappe.

Je mehr Aspekte herangezogen werden, umso mehr entwickelt sich mein Bauchgrummeln fort.

Die Druckverhältnisse (damit auch der Unterdruck im Saugrohr) werden durch diesen "Eingriff" verändert, dies zu einer nicht der Drehzahl entsprechenden Verstellung des Zündzeitpunktes führt, oder verlässt mich hier mein Verständnis der Gegebenheiten? Dabei wären wir dann aber ganz sicher bei einem Faktor, der dem Motor Schaden zufügen kann oder sogar wird.

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)