Motor geht aus beim Einlegen der Fahrstufe

Bild von Thomas K.
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Hallo,

 

inzwischen ist unser 1970er Ro dank einer neuen Wasserpumpe nicht mehr inkontinent, qualmt aber immer noch wie Helmut Schmidt.

 

Bei einer kleinen Tour fiel mir dann noch eine neue Sache auf: Nach dem Start (nur 2 oder 3 anstelle der sonst üblichen 5-6 Startversuche - da herrschte zunächst mal Freude) ging der Motor sofort aus, wenn ich eine Fahrstufe einlegte. Habe das ganze noch 3 mal mit demselben Ergebnis wiederholt, beim vierten Mal habe ich den Motor erst eine Weile mit etwas Gas im Leerlauf drehen lassen, dann klappte alles wie es soll. Dafür bemerkte ich auch nach einer Stunde Fahrt und betriebswarmem Motor verstärkt die Aussetzer bei ca 2500U/min, die der Ro bislang nur bei kaltem Motor hatte. Es ist dann für etwa eine Sekunde so, als hätte jemand den Motor gedrosselt und der Drehzahlmesser fällt schlagartig um 500 Touren ab, um dann ebenso schlagwartig wieder auf die 2500 zu kommen.

 

Kann das ein Vakuumproblem sein, und/oder liegt es am Vergaser (Flachstrom)? Ich habe ja immer noch die Hoffnung, die Probleme des Ro (schlechtes Anspringverhalten, Loch bei 2500 Touren) durch die Behebung eines einzigen Fehlers zu beseitigen...

 

Die Dichtleisten im Motor wurden übrigens vor 1 1/2 Jahren gemacht.

 

Gruß,

Thomas 

 

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Bild von Ralf

Hallo Thomas,

 

Ferndiagnosen sind immer schwierig.

So wie du es schilderst, würde ich vermuten, dass der Motor während des Ausfalls nur auf einer Scheibe läuft. Von welcher Lastsituation schreibst du?

Wenn du ihn im Stand einen Moment in der Fehlersituation laufen lassen könntest und dir direkt anschließend den Kerzenzustand anschaust, findest du evtl. auch raus, welche Scheibe ausfällt.

Schlagartige Effekte würde ich eher bei der Zündung suchen. Zündkabel, Kontakte, HKZ und Kerzen überprüft / besser probeweise getauscht? Wenn es so nicht wegzubekommen wäre, hättest du die Sicherheit, die Zündung ist es sehr wahrscheinlich nicht.

Kompression mal aktuell nachgemessen?

 

Ralf

 

Bild von Andreas Meyer

Hallo Thomas,

 

könnte möglicherweise auch einfach Dreck im Vergaser sein...

 

Rotierende Grüße
Andreas

Andreas Meyer, 2. Vorsitzender, Ro 80 Club International e.V. - Verein für Kreiskolbentechnik

Bild von Matthias vom Bodensee

Schlagartig springende Drehzahlen hatte ich bei meinem 76er auch mal allerdings gefolgt von lauten Fehlzündungen.

Der Leerlauf war nicht unter Kontrolle zu bringen zumal die Probleme mit einem Schlag auftraten. Als ich dann nach kurzem suchen und gucken zufälligerweise an die Verteilerkappe langte wurde mir mit einem Mal schmerzlich bewusst was diese Probleme Verursachte. Die kleinen Zündkabelstecker schlugen durch und so wurde in den Auslasstakt der zweiten Kammer gezündet anstatt in den Arbeitstakt der ersten! Zum Glück konnte mir ein Ro80-Freund Hilfestellung mit einem alten Zündkabelsatz leisten mit der dann die Weiterfahrt problemlos möglich war.

 

Vielleicht mal so als kleiner Tipp: Stell den Wagen mal wo ab wo es stockduster ist und starte dann den Motor. Lass ihn ihm Leerlauf laufen und gib dann vom Leerlauf weg Gas. Oftmals stellt sich das Zündgeschirr dann als halbe Weihnachtsbeleuchtung heraus. Hatte ich bei anderen Fahrzeugen auch schon wo der Funke außen am Kabel entlang ging statt innen. Ansonsten mal wie Andreas schon gesagt hat den Vergaser checken ob da Dreck in den Düsen hängt. Und auch die Spritfilter mal nach kontrollieren. Falls nicht schon erfolgt einen zweiten Filter vor der Benzinpumpe im Motorraum einbauen. Hab ich bei meinen beiden Wagen auch gemacht.

 

schöne Grüße

Matthias

Bild von Thomas K.

Hallo,

 

erst einmal besten Dank Euch Dreien für die Antworten! Leider war ich aus Zeitmangel in den letzten Wochen nicht zum Ro  gekommen und nun sind die Straßen so gesalzen wie die Benzinpreise. Werde daher erst im Frühjahr dazu kommen, Vergaser und Zündgeschirr zu überprüfen. Vielleicht fahre ich dann auch noch mal nach Geilenkirchen zur Durchsicht, denn mir fehlt hier in der direkten Umgebung eine Wankel-kundige Werkstatt.

 

Falls noch jemand weitere Tips hat, nur zu.. ich notiere hier alles und schaue mir die Sache bei Tauwetter dann mal an!

 

Viele Grüße,

Thomas

1970 padmagrün

Bild von Gerhard

Hallo Thomas,

schau Dir bei der Fehlersuche auch mal die Abschaltventile am Vergaser an. Da steckt jeweils ein Kontakt drauf, der sich im Alter löst. Loser Kontakt heißt: diese Scheibe bekommt kein Benzin mehr. Der Motor läuft nur noch auf der anderen. Dein Fehlerbild paßt, denn bei Wackelkontakt fällt jeweils die betroffene Kammer aus, ist der Kontakt wieder da, läuft sie wieder.

Tests hierzu:

Motor steht, Zündung ein. Kabel am Abschaltventil ziehen. Das Klacken muss hörbar sein. Abschaltventil ist dann grundsätzlich i.O.

Motor läuft mit der von Dir beschriebenen Störung: Stecker am Abschaltventil einseitig lösen: Motor geht aus heißt dann, diese Seite war es nicht. Motor läuft weiter: Dieser Kontakt war es!

Du kannst in dem Fall auch das Zündgeschirr der Zylinder tauschen, um einseitige Fehler zu lokalisieren.

Viel Glück

Gerhard 

Bild von Thomas K.

Unglaublich, wie lange dieser Beitragsstrang her ist...

ich hatte in der Zwischenzeit leider überhaupt keine Zeit für den Ro, so dass er sich in den vergangenen 4 1/2 Jahren die Räder eckig gestanden hat. Dies möchte ich nun ändern und suche eine wankelkundige Werkstatt nicht weit von Trier, die nicht nur eine generelle Durchsicht nach der langen Standzeit machen kann sondern auch die genannten Probleme angeht. Ich selbst habe leider weder die Zeit noch das technische Talent dazu... 

 

Für Tips wäre ich sehr dankbar! Ich möchte den Ro gerne diesen Sommer wieder auf die Straße bringen. Die extreme Qualmerei beim Start und die Aussetzer beim Fahren hatten den Fahrspass zu stark reduziert...

 

viele Grüsse,

schön, wieder hier zu sein!

Thomas

1970 padmagrün

Bild von rekord

Hallo Thomas,

 

Hört sehr bekannt an, deine ‘Einlegen der Fahrstufe’-problem. Schau mal hier.

http://www.ro80club.org/de/forum/motor/erfahrung-und-hilfe-vergasereinstellung-gesucht-vergaser-1832-hhd-ohne-bypass-unzw-anlage

 

Nachdem ich diese Falschluftfehler erhoben habe, sofort die erste, „offizielle“ Fahrt gemacht. 150km Problemlose Kilometern. Eigentlich war es die zweite Fahrt. Die erste Fahrt war zum technische Zulassung (etwas 200km in total, also hin und wieder zurück) . Und dann war die Fehler noch da aber hat sich hier nicht ‚gemeldet‘. Möglicherweise hat sich diese Fehler sich später gemeldet weil die Motor nach die ‚Wiederinbetriebstellung‘ erst nach dem erste Fahrt gut betriebswarm war .

 

Eine andere Fahler tauchte bei diese Falschluftfehler auch auf. Für sauber machen der Düsen braucht Man die Deckel der Vergaser demontieren. Dabei habe ich auch die Schwimmerkamer sauber gemacht obwohl das nicht notwendig war. Die Achse der Schwimmer wird mit ein kleines Plastik Teil gesichert, der Niederhalter. Dieser Niederhalter hat eine Bogen ins Mitte. Diese Bogen war ins Benzin Zuflussrichtung montiert und das ist falsch. Auf diese Weise montiert wird die Schwimmer behindert in Bewegung und schliesst die Zufluss nicht ab. Der Vergaser verschluckt sich damit und die Mischung ist nicht richtig. Diese Bogen soll also nach außen (also Benzin Zufluss ab) montiert werden womit die Schwimmer frei bewegen kann und die Zufluss abschliesen kann.

MfG

ab

Bild von Thomas K.

Danke, ich schreibe das mal auf die Liste der möglichen Ursachen. Wie gesagt, technisch bin ich leider zu unbegabt und habe auch keinen Platz zum Schrauben, aber in 2 Wochen zieht der Ro erstmal in eine Werkstatt um...

Thomas

1970 padmagrün

Bild von rekord

Und bitte, bitte gern deine Erfahrungen, gefunden Fehlern, mögliche Uhrsache, reparaturen unzw. hier melden. Meine Meinung nach bekommt man doch zu wenig Berichten auf solche Fragen. Ist sehr Nützlich für Leute mit diese doppelSolex 18/32 (mit oder ohne bypass oder Start- oder Düse-änderungen). Und wie wenig auch: jedes bischen Information hilft weiter.

 

Seit diese Monat kann ich auch fahren mit einer Ro gleich wie deiner (mit nur einen Farbe-änderung) wovon ich beim Ankauf keine Ahnung hätte wie gut oder schlecht der KKM unzw. war, ob wirklich alles da war (scheinbar nicht: Lenkrohrlager), brauche - auch - ich Fahr und andere Erfahrungen von erfahren Ro-fahrerleute.

MfG

ab

Bild von rekord

So. Inzwischen mehr wie 200km hinter mir mit der Aufhebung der Falschluft der erste Vergaser. Das war also das Problem. Die Anschluss der Vakuumpumpe auf dem Vergaser (und selbstverständlich die Anschluss auf die Pumpe) sollte unbedingt gut sein. Sonnst ist es nicht möglich die erste Vergaser richtig ein zu stellen und sterbt der Motor ab beim einlegen der Fahrstufe.

 

Synchonisieren der zwei Vergasern (grob doch sehr gut verwendbar) ist dabei nicht so schwierig. Wann falsch synchronisiert  geht die hinterseite der Ro horizontal hin und her. Ist auch logisch. Das ist zu sehen aber auch sehr gut zu bemerken ins Ro hinter das Lenkrad (oder auf die Beifahrersitze unzw.). Ist die hin und herbewegung weg: sehr ordentlich synchonisiert. Synchronisierung mit die Leerlaufluftregelschraube wobei die Leerlaufmischungschraube so eingestellt ist das die Motor so schnell wie möglich dreht. Und den 1/8 oder 1/4 CC drehen und achten auf saubere Motorlauf.

 

Das ist meien Erfahrung bis jetzt.

MfG

ab