Unbekanntes Teil Ersatzteil

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Hallo,

finde dieses Distanz Blech nicht im ET Katalog. Weiss jemand wofür es nötig ist.

 

Ich  denke es ist zum Ausgleich bei geschliffenen Endplatten , bei AT Motoren? Habe es in verschiedenen Stärken in Motoren gefunden.

 

Weiss jemand wofür es ist?

 

 

Gruss Holger

Bild von Guido

Wenn die Zwischenplatten neu geschliffen wurden wird der Motor selbst ja kleiner (schmaler) .

Damit die Endflanschverzahnung nicht an der Welle, bzw. am Kolben ansitzt, sondern frei läuft, müssen ab einem gewissen Schleifmaß diese Distanzringe eingebaut werden. Die Zähne des Endflansches greifen sonst zu viel in den Kolben ein und schleifen.

 

 

Es muß nicht alles original sein !

Bild von BW1980

Hallo Guido,

 

danke dir für die Info. Sowas in der Art hatte ich mir gedacht. Also alles vor dem zusammenbau ausmmesen..und dann ausgleichen.

 

Aber im ET Katalog sind die Distanzscheiben nicht aufgeführt. Wurden dann wahrscheinlich nur im Werk verwendet.

Ich finde sie jedenfalls nicht.

 

Gruss Holger

Bild von Guido

Nein, die gibt es nicht offiziell.

Ich habe sie auch zum ersten Mal nur bei den 871er-Motoren gesehen.

Die haben wir selbst angefertigt. Es wäre schön, wenn Du mir einen 1:1 Papierabdruck zusenden könntest?

 

 

Es muß nicht alles original sein !

Bild von BW1980

Hallo, schicke dir einen Abdruck zu. Habe sie in 4 Motoren gefunden. Alle mit unterschiedlichen Stärken.. Waren alles Motore die mit R1 gestempelt waren.

Da ich im Dezember Trochoiden kaufen möchte und auch die End und Abtriebsteile schleifen lassen möchte sind die Dinger wohl wichtig, Da die Trochoiden schon mal je 1 /10 schmaler sind. Das zu noch die Seitenteile...da kommt schon was zusammen.

 

Stärke mess ich nachher.

 

Gruss Holger

 

Bild von Sascha Scheben

Jetzt wird es interessant und wirft mir Fragen, aber auch Ideen auf.

 

Die neu beschichteten Trochoiden werden an den Seiten plan geschliffen, logisch, dadurch wird deren "Dicke" geringer, darum auch die gekürzten (Keramik) Dichtleisten verwendet werden. Doch werden auch die Seiten / Mittelteile geschliffen???

Anstatt der, ich nenne sie jetzt mal "Blechringe", könnte man zum Ausgleich nicht einfach Dichtungspapier nehmen? Das gibt es in diversesten Dicken und Stärken und ist mit hausgebräuchlichen Mitteln zurecht zu schneiden.

Klar, Papier hat nicht die Druckfestigkeit wie ein Blech, doch das könnte man ja berücksichtigen und anpassen.

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)

Bild von BW1980

Hallo, Dichtungpapier geht nicht. Hier soll Spiel ausgeglichen oder ein Abstand hergestellt werden. Wir sind hier im Bereich von 1/10mm wenn nicht sogar 1/100mm. Diese " Blechringe" sind aus Federstahl. Also kein normales Blech. 

 

Wenn die (ich nenn sie mal so) Seitenteile und das Mittelteil nachgeschliffen werden und anschliessend gehärtet werden sie auch schmaler. 4 Schleifstellen vielleicht je 5/100mm plus je 2/10 die Trochoiden.....

 

Papier ist für sowas ungeeignet. Würde beim verschrauben nachgeben. Wie will man da ein Mass ermitteln.

 

Gruss Holger

Bild von Sascha Scheben

Das ist eine Info, betreffend der Seiten- und des Mittelteils, die ich so noch nicht mitbekomen habe, wieder ein Detail gelernt, danke dafür!

Allerdings finde ich meine Idee mit dem Papier weiterhin gar nicht sooo schlecht! Das Papier wird durch den Lagerflansch ja gleichmäßig belastet, demnach die Stauchung nicht so immens, da sie gleichmäßig ist. Metall ist da natürlich besser geeignet, da man nicht Experimentieren oder "Herumzirkeln" muss, aber auch schwieriger zu beschaffen / herzustellen!

 

Aber das ganze wirft mir nun eine weitere Frage auf, die wurde sicher bereits durch die NSU-Ingenieure bedacht, oder auch nicht, denn die hatten ja noch maßhaltige Neuteile zur Verfügung:

 

Wenn durch dieses "Ausgleichsblech" die verminderte Stärke der geplanten Trochoiden und geschliffenen Seiten- und des Mittelteils ausgeglichen wird, warum denn nur an dieser einen Stelle, am antriebsseitigen Lagerflansch? Müsste nicht auch beim Lagerflansch / Lagerschild der Endseite (in Fahrtrichtung vorne zum Gegengewicht) etwas ausgeglichen werden?

 

Nicht schlagen liebe Motorbastler, ist nur eine Gedanke und eine Frage!

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)

Bild von BW1980

Hallo, um da mit Papier rumzupfuschen sind die Folgekosten (wenn es nicht hält) sehr sehr hoch. Bei Exenter und auch Kurbelwellen hat es NIE (meines Wissens nach) einen Lagerausgleich mit Papier gegeben.

 

Das Distanzblech war an 3 Motoren an der Endseite( langer Zapfen) montiert. Siehe Bild 1

 

Vielleicht war es hinten noch in der Toleranz. Das wird sich beim Zusammenbau zeigen.

 

Gruss Holger

Bild von Bernd.H

Papier erscheint von der Idee her erstmal auch als "Passmittel" möglich zu sein, aber Papier besitzt die Eigenschaft je nach Druck pro Flächeneinheit mehr oder minder stark nachzugeben, sprich mehr oder minder stark platt zu werden. Vielleicht plättet es auch mit der Zeit noch etwas nach.

Erschwerend dürfte noch hinzu kommen das die genaue Verdichtung des Papiers auch noch von vielen anderen Faktoren beeinflusst werden dürfte. Das erzielbare Endmaß des "Passbleches" aus Papier ist also nicht wirklich exakt zu kalkulieren.

 

Das dürfte meiner Meinung nach der Grund sein weswegen sich Metall in so einem Fall besser macht.

 

Grüße

 

Bernd

Bild von BW1980

Stärke:

 

0,10mm

0,12mm

0,20mm

 

Bild von Guido

Das Paßt !  Wobei sicher das Axialspiel beim 612er-Motor irgendwo angegeben ist. Auch wird es Unterschiede zwischen beschichteten und unbeschichteten Seitenteilen geben ???

Beim 871er ist alles unbeschichtet und die Seitenteile kann man problemlos schleifen (Hundertstelbereiche !) Da werden die Distanzscheiben erst bei mehr als 2/10 Gesamtabschleifmaß eingebaut.

 

 

Es muß nicht alles original sein !

Bild von BW1980

Hallo Guido, der Brief ist raus an Dich. Gruss Holger

Bild von Andreas Bertsch

Hallo

Vom Werk überholte Motoren haben vorn eine Metall Beilage und hinten unter dem Ritzel eine zusätzliche Papierdichtung zum O-Ring dazu wenn die Teile entsprechend Untermaß hatten, Tolleranz geht bis -0,1mm.

Natürlich könnte man vorn auch eine Papierdichtung nehmen, sollte aber Ölbeständig sein.

Ich habe mir mal für das vordere Ritzel Metall Beilagen in 0,1 und 0,15mm dafür per Wasserstrahlschneiden machen lassen, da wenn das Mittelteil und Vorderteil geschliffen werden gleich 0,1mm mal weg sind. Beim Schleifen müssen das Vorder- und Hinterteil in der Führung des Ritzels aufgenommen werden, da sie sonst nicht im richtigen Winkel zur Welle sein könnten. Härtung nach dem Schleifen ist selbstverständlich, danach auch noch neue Frostschutzstopfen verbauen, da diese beim Härten lose werden.

 

LG Andreas

Bild von BW1980

Hallo Andreas , danke für die super Erklärung. Die Motoren hatten nur vorn die Metall Beilage , hinten nur einen O-Ring.

Das Schleifen und härten, neue Froststopfen gebe ich an RoTech.

 

Gruss Holger

 

Bild von Guido

DANKE !!

 

Es muß nicht alles original sein !