RO80 - Elektroumbau? wer weiß Rat?

Liebe Wankel-Fans

ich habe gestern bei DMAX die Sendung gesehen Vintage Voltage und ich war ganz begeistert.

Es wurde ein Karmann Ghia elektrifiziert und ganz Klar:

DAS wollen wir auch!

https://dmax.de/sendungen/vintage-voltage-vom-oldtimer-zum-e-auto/

 

Und wir überlegen wie wir mittelfristig bei einem RO80 das auch umsetzen können!

Deshalb wollte ich Fragen ob sich schon jemand da mit beschäftigt hat den RO80 mit einem Elektromotor auszustatten und  der uns mit ein paar Tipps zur Seite stehen kann!

Nach einer kurzen Übersicht sehen wir da keine großen Probleme und planen einen 120PS E-motor mit einem 50-60kW Akkupack zu verbinden für ca 250-300km Recihweite.

Platz wäre genug vorhanden und der Motor kommt direkt auf das RO80 Getriebe mit einer entsprechenden Adapterplatte!

Vielleicht hat das schon jemand realisiert? Aber ansonsten scheuen wur uns auch nicht da Vorreiter zu sein.

Danke für ein paar Hinweise.

VG

Erwin

Bild von Imploder

Ha! Das will ich beides!
Den RO längerfristig gesehen elektrifizieren zu wollen (evtl. sogar zu müssen...) habe ich mir schon oft überlegt.
Man raubt ihm zwar einen Großteil seiner Identität, aber warum nicht? Rotieren tun ja beide Konzepte...und Platz für die Batterie sollte anstelle des Tanks auch reichlich gegeben sein.
Den K.....(nein, ich werde ihn nicht mehr namentlich erwähnen) zu elektrifizieren schwebt mir auch schon länger vor dem geistigen Auge. Aber das gehört nicht hier her.

Bild von Sascha Scheben

Wie in Heft 86 des Wankeljournal 1/2018 vorgestellt gibt es im Clubshop einen Nachrüstsatz zum Hybrid-Antrieb für den Ro80.

 

Artikelnummer: 47110815 Kostenpunkt für Mitglieder (ohne Montage): 6.789,-€

 

Eine praktikable Alternative, anstatt auf vollständigen Elektroantrieb zu setzen. Was wäre denn ein Ro80 ohne seine typische 2-Takt Duftmarke?

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)

Bild von Tilmann Karl

Ironie:

Viel besser fände ich eine 2-Tak-Öl-Direkteinspritzung in den Auspuffkrümmer.

Per Knopfdruck können dadurch notorisch auffahrende Hintermänner ferngehalten werden.

 

Grüße

Tilmann Karl

69-padmagrün

 

Bild von Imploder

Tilmann Karl schrieb:

Ironie:

Viel besser fände ich eine 2-Tak-Öl-Direkteinspritzung in den Auspuffkrümmer.

Per Knopfdruck können dadurch notorisch auffahrende Hintermänner ferngehalten werden.


 

Dazu fahre ich einen alten Euro 3-Diesel mit zugesetzter Abgasrückführung und Automatik. Ein Kickdown und schon hält der Hintermann Abstand...

 

Bild von Heiko Rossnagel

Lieber Sascha!

Als Clubaktiver solltest du ja wohl mitbekommen haben, das dieses System seitens des Clubs nicht mehr zu bewerben ist, da aufgrund der großen Nachfrage dieser Nachrüstsatz bereits 5 Minuten nach Erscheinen der damaligen Ausgabe vergriffen war. Eine Neuauflage ist aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffpreise am Holzmarkt leider nicht möglich. Die Transportverpackung wurde schlichtweg zu teuer. Aus diesem Grund arbeiten wir hinter den Kulissen bereits an einer muskelbetriebenen Pedal-Alternative für den Ro 80, da diese aufgrund ihres geringeren Gewichts rohstoffneutral in Recyclingkartons verschickt werden kann. Hoffentlich macht daraus nicht noch jemand eine so dämliche Sendung für DMAX. In diesem Sinne - keep rotating 

 

Bild von ramto171

Bin jetzt nicht der gr. Elektor Fan, aber jedem das Seine! Ist einfach noch nicht "Volks-fähig".

...

Elekro ist irgendwie "noch" nicht meins, vielleicht wirds mal!
...
Ein Ro80 hat heute schon 4-5 Autozyklen überlebt und drum darf er auch mehr brauchen. Denn er muss nicht mehr neu produziert werden (erst nach 8-10 J erreicht ein Neuwagen trotz besserer Abgaswerte "theoretsich" von der Energiebilanz her ein Plus gg. einem bereits existenten Auto - aber auch nur wenn die Abgaswerte stimmen.
...

 

Gruss, Otmar

 

Vom Forenbetreiber gekürzt auf sachbezogenen Inhalt.

Bild von AMEN

Haha, prima Kommentar...

 

Vom Forenbetreiber gekürzt auf sachbezogenen Inhalt.

 

 

Être Prussien est un honneur, mais pas plaisir.

Bild von Guido

Geil !!!!!!!

 

 

Es muß nicht alles original sein !

Bild von AMEN

Was ist aus Deinem Vorhaben geworden, zusammen mit Shimano ein stufenloses Getriebe zu entwickeln, mittels dessen 4 Personen synchronisiert ihre Pedalkraft einspeisen können? Wichtig dabei ist den Entwicklern bei Shimano klarzumachen, dass das unbedingt aus Titan hergestellt wird, bei dem beträchtlichen Gewicht des RO `s kommt es schliesslich auf jedes Gramm an, damit die 4 Personen nicht allzusehr "rotieren" müssen......

 

 

Être Prussien est un honneur, mais pas plaisir.

Bild von KlausMangold

Solche Ideen und Versuche gibt es für etliche Oldies. Ich kann mich dafür aber überhaupt nicht erwärmen, denn erstens ist ein solcher Umbau umweltmäßig völlig unsinnig (hast du mal auch nur grob überschlagen wie lang du nachher damit fahren musst bis du in den grünen Bereich kommen würdest?) und zweitens ist doch gerade beim Ro80 der Motor die eigentliche Besonderheit, die es zu erhalten gilt!

 

Ein Ro80 mit E-Motor wäre für mich genau so unattraktiv wie einer, der auf V4-Ford umgebaut wurde, was ja seinerzeit manchmal gemacht wurde.

 

Grüße

Klaus

Bild von Guido

Da hast Du Recht !!   RO ohne Wankel ist wie ein Einbeiniger ohne Krücke !

 

Es muß nicht alles original sein !

Bild von ingbw

Wie sagte der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl:

"Ich bin jetzt 74 und habe keine Zeit mehr, die ich an Ladesäulen verschwenden könnte."

 

Ich bin zwar noch keine 74, schließe mich aber diesem Zitat an.

 

Gruß von einem der wankeltechnisch rotiert

 

Joachim

___________________________________________________

noli turbare circulos meos (Archimedes)

Bild von Imploder

Da stimme ich 100%ig zu.
Auch der Osnabrücker tut mir so umgebaut in der Seele weh.
Auf der anderen Seite hängt es schon ein wenig von der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung gerade hierzulande ab, ob der Umbau nicht einfach irgendwann zwingend notwendig wird, ökologisch sinnvoll oder nicht.
Ich erlebe heute schon die Nase rümpfende Öko-Muttis, die dem anhängenden Kleinkind die Begeisterung über den vorbeifahrenden Oldie ausreden.
Ich befürchte hier in der nächsten zeit einen enormen Schub in Richtung Nicht-Akzeptanz.
Beim RO wäre es noch viel interessanter, diesen auf 100% Wasserstoffbetrieb (also Verbrenner, nicht Brennstoffzelle) umzustellen, dann könnte der Wankel bleiben und nur das Schmieröl wird weiterhin benötigt.
Wasserstoff-2-Taktfahne?

Bild von Philipp

Bei der Oldtimer-Veranstaltung Tribut an Carl-Benz in Karlsruhe in 2019 war ein auf Elektro umgebauter Porsche 912 aus Ende der 60er dort. Reichweite knapp 30km, Spitze 100km/h. Wem´s Spaß macht...

Bild von AMEN

Eben, der Wasserstoff Umbau , der steht noch aus.

 

 

Être Prussien est un honneur, mais pas plaisir.

Bild von Tilmann Karl

Zur Info:

"Ein zentraler Punkt des Gesetzes ist ein Verkaufsverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2040. Ab 2050 sollen solche Fahrzeuge gar nicht mehr in Spanien fahren dürfen. Spätestens ab 2023 müssen alle spanischen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern Zonen einrichten, in denen der Verkehr besonders klimaschädlicher Fahrzeuge eingeschränkt ist"

https://www.spiegel.de/auto/spanien-beschliesst-klimaschutzgesetz-und-ve...

 

Grüße

Tilmann Karl

69-padmagrün

 

Bild von ramto171

Mal abwarten wie das wird mit dem Verkaufsverbot fuer Verbrenner, das wird sich glaube ich erst noch zeigen.

...

Stimmt die "Jungen" generell haben heute Andere Interessen als wir frueher. Für uns wars 1. Auto was Besonderes - ach wie habe ich mich über den 45er Fiat Panda gefreut, der mir alsbald unterm Hintern weg rostete! Viele in der Stadt haben gar kein Auto mehr und wollen auch keines, die sehen das nüchterner und kaufen sich ein teures Rad...

 

 

Vom Forenbetreiber gekürzt auf sachbezogenen Inhalt.

 

 

Bild von Lutz Herrmann

Einen RO seines klassischen Antriebes zu berauben ist, meiner Meinung nach, schlichtweg eine "Vergewaltigung" dieser historischen interessanten Konstruktion.

Davon lebt das Image dieses Fahrzeuges und das "Staunen" der am Straßenrand Verweilenden.

Unter "genußvoll RO fahren" verstehe ich auch mit den "vermeindlichen" Nachteilen zu leben, sie zu beherrschen und zu zeigen, daß das alles gut funktioniert - wie bei uns im Familienfuhrpark seit 2005.

 

Nun zu der anderen Sache:

2007 ließen wir uns auf das Experiment ein, die Kurzstrecke elektrisch bewältigen zu wollen, aber nicht mit "ultramoderner" Technik - auch dort stießen zwei exotisch- französisch-elektrische "Youngtimer" in unseren Fuhrpark.

Wenn man sich damit "angefreundet" hat, muß man nicht, Lebenszeit verbringend, an der Ladesäule ausharren, sondern kann das nachts (im Schlaf) machen (lassen) oder tagsüber zeitgleich seine Einkäufe bei LIDL, Kaufland &Co erledigen, ich bin auch schon über 60 (!) - alles eine Frage der Organisation ...

Was Herr Röhrl aber nicht wissen kann, die  Ladesäulen sind ja "vornehmlich" nicht zum Laden der Fahrzeuge da, sondern damit man in der Innenstadt kostenlose und nicht belegte Parkplätze für sein Vehiculum hat ...

 

Akkus müssen, wie oben beschrieben, nicht brennen, es gibt genügend Akkusysteme die "nichtbrenn-

oder nichtexplodierbar" ausgeführt sind. Ich habe mehrere Akkufehler in unseren "Elektroflurförderfahrzeugen" erlebt - gebrannt hat es nie, die  Akku sind in brandhemmenden Gehäusen untergebracht - wie es auch bei der Netz- Hausstromversorgung Standard ist.

Wir fahren übrigens in unseren "Stromern" historische Akkutechnologie - unbrennbar, sicher und langlebig ...

 

Auch gibt es genügend Akkusysteme, die der Lithiumtechnologie das "Wasser reichen" können, so z.Bsp Schwefel-Hochtemperatursysteme oder die bekannte Nickel-Metallhybridtechnologie

(https://de.wikipedia.org/wiki/Nickel-Metallhydrid-Akkumulator).  Letztere ist aber patenterechtlich durch TEXACO (ja, richtig der Ölkonzern) blockiert.

Diese Linie kann man weiter ziehen ... z.Bsp. das deutsche Wechselkennzeichen, durch das "Geldeinnahmeverhalten von Staat und Versicherungswirtschaft" ad absurdum geführt ...

 

Und so darf  ich ganz entspannt schreiben, es ist wunderschön einen RO (im Orginalzustand (!) trotzdem  z.Bsp. verbessert mit Andreas`s Bremskraftverstärker ...) auf der Langstrecke "artgerecht" zu bewegen, aber gleichzeitig den "Elektrokarren" kurzstreckenmäßig immense Vorteile zu bescheinigen.

Im Familienfuhrpark stehen sie lächelnd nebeneinander und freuen sich konkurrenzlos für ihre Fahrer/innen je nach Strecke den "(antriebsbedingt unterschiedlichen) Spaß beim Fahren" zu bringen ...

 

Man muß nicht den RO "kastrieren/entweihen oder verschlimmbessern" - es gibt andere, bessere, Möglichkeiten sich z.Bsp. "budgetschonend" fortzubewegen.

Bild von KlausMangold

Ich bin jetzt 66 Jahre alt und hoffe mal - wenn ich so lang lebe -, dass ich auch mit 80 noch Auto fahren kann. Ich hab einen kleinen Fuhrpark an Oldies der Baujahre 1961 bis 1978, die ich sehr genussvoll bewege. Auch mein so genanntes Alltagsauto hat ein H-Kennzeichen (ein W124 300 D Bj.86 mit derzeit 290.000 km), und ich glaube nicht, dass ich mir irgendwann noch was Neueres kaufen werde, denn der ganze Assistenzenkram moderner Autos nervt mich bloß. Der 300 D hat Servolenkung, Automatik, Schiebedach, Anhängkupplung, ist bequem, zuverlässig und sparsam - was brauch ich mehr? Nix.

 

Auch der Ro 80 gehört zu meinen Autos, an denen ich meine Freude hab genau so, wie sie sind. Ich käme nie auf die Idee noch allerlei Extras nachzurüsten. Schiebedach hat meiner zwar leider keines. Na und? Ist trotzdem ein sehr feines Auto!

 

Bei E-Autos würde mich tatsächlich die Laderei massiv stören. Darin sehe ich einen echten "Pferdefuß". Dabei würde es ja durchaus anders gehen: Wenn sich ein einheitliches Batteriesystem durchsetzen würde und das bei der Konstruktion berücksichtigt würde, könnte man sich z.B. ein System vorstellen, bei dem man an der Tankstelle einfach das Akkupaket leer gegen voll wechseln würde. Das würde nicht länger dauern als einen Benzintank füllen.