Zündung spielt verrückt

 

 

 

Wolfgang Hartenfels06.09.2014

 

Betr.: Ro 80 Probleme mit der Zündung

 

 

Hallo und Hilfe

 

Während der  Fahrt zum TÜV ohne Vorwarnung und schlagartig Motorstillstand.Erstmalig seit Jahrzehnten – sonst hat er sich immer noch bis auf den heimatlichen Hof geschleppt.

Mit wenig Hoffnung und beunruhigt die übliche Routine:Kerzenüberprüfung und Austausch.

Keinerlei „funkende“ Reaktion an allen prüfbaren Stellen.

Ein gelber Engel bringt uns nach Hause und die Suche beginnt:

 

1.Zündspule ausgetauscht  - ohne Erfolg

2.Unterbrecherkontakt erneuert – ohne Erfolg

3.HKS Schaltgerät ausgetauscht – ohne Erfolg

4.Alle möglichen Kombinationen von 1 bis 3 versucht – ohne Erfolg

5.Kontakt,Spule,Schaltgerät neu gekauft und ohne Erfolg eingebaut

            ARTISTEN IN DER ZIRKUSKUPPEL RATLOS

6.Eine Woche Internet-und Handbücher-Recherche   Vergeblich.

7.Drei „Experten“ angerufen.   „Das gibt es nicht ...da hast Du was falsch gemacht“ Hilfreich!

8.Ich tausche alle Kabel,prüfe ob Spannung und Masse da sind,wo sie sein sollen,reinige und überprüfe alle Steckerverbindungen und entdecke – nicht durch Einsicht sondern rein zufällig,

weil ich die Zündung nicht ausgeschaltet hatte (Ja,ja ich weiß von der gefährlichen Hochspannung) folgendes:

Wenn ich den bestehenden Stromkreis durch Trennen und Zusammenfügn der Stecker an der Isolation in das Verteilergehäuse unterbreche oder wiederherstelle,erhalte ich den ersehnten überaus kräftigen Funken sowohl auf den Kerzen als auch im Verteiler.

Dieser Erfolg stellt sich NICHT ein,wenn ich die Trennung über den Unterbrecherkontakt herstelle;auch dann nicht,wenn ich diesen ausbaue und „lose“ im Stromkreis öffne oder schließe.

Es erscheint mir gegen jede physikalische und elektrische Logik,dass eine Unterbrechung per Stecker erfolgreich ist und eine per Unterbrecherkontakt nichts bewirkt.

Angesprochene Experten aus den Clubs und von Bosch waren zu höflich,um zu sagen was sie von mir dachten.

Mein TÜV Mann tippt auf das Zündschloss und ein Autoelektriker auf den Kombischalter.

Bevor ich mich in dieses Abenteuer stürze,geht dieser Hilferuf per Mail und Internet an eine breite Öffentlichkeit.

 

Danke für jeden Hinweis.

 

 

Wolfgang Hartenfels

 

Tel.:06381-3792   Mail: wolfgang.hartenfels@freenet.de

Wir bitten um Verständnis, dass der vollständige Text dieses Artikels ausschließlich unseren Clubmitgliedern zugänglich ist!

Bild von Matthias

hartenwo schrieb:

 

 

Wenn ich den bestehenden Stromkreis durch Trennen und Zusammenfügn der Stecker an der Isolation in das Verteilergehäuse unterbreche oder wiederherstelle,erhalte ich den ersehnten überaus kräftigen Funken sowohl auf den Kerzen als auch im Verteiler.

Dieser Erfolg stellt sich NICHT ein,wenn ich die Trennung über den Unterbrecherkontakt herstelle;auch dann nicht,wenn ich diesen ausbaue und „lose“ im Stromkreis öffne oder schließe.

Es erscheint mir gegen jede physikalische und elektrische Logik,dass eine Unterbrechung per Stecker erfolgreich ist und eine per Unterbrecherkontakt nichts bewirkt.

 

 

Hallo Wolfgang,

 

schau Dir doch auch noch mal das dünne Massekabel im Verteiler, das die Verteilergrundplatte mit dem Verteilergehäuse verbindet, an...

 

Was meinst Du mit "lose"? Der Unterbrecher muss mit einem Gegenstand, der Masse hat,  wie z.B. die Verteilergrundplatte, fest verschraubt sein. Um die Masse sicherzustellen, ist das oben genannte dünne Massekabel da.

 

Viele Grüße

Matthias

Danke für die rasche Antwort.

Massekabel funktioniert.Im Rahmen dieser Überprüfung hatte ich den Unterbrecher ausgebaut und mit einer gesonderten eigenen Masseverbindung versehen.In diesem Zusammenhang entstand die "lose" Verbindung d.h. losgelöst von der Verteilergrundplatte und dem Verteilergehäuse.

Dabei entdeckte ich das oben beschriebene unerklärliche Verhalten bei der Funkenbildung.

 

Auf ein Neues!

 

Wolgang

Bild von Ralf

 

Das kann man doch alles nachmessen.

Hat die HKZ Spannung?

Geht der Eingang der HKZ vom U-Kontakt her sauber von 12 V auf 0 V?

Wenn das erfüllt ist, sind deine HKZ doch nicht ok, wenn kein Funke kommt.

Bekanntes Fehlerbild, dass die HKZ je nach Betätigung des Eingangs (Tastverhältnis/Widerstand) evtl. nicht zünden.

Wenn die HKZ keine Spannung hat, kommen die Tipps von TÜV und Autoelektriker ins Spiel.

Nach deiner Beschreibung könnte es auch noch sein, dass im Verteiler ein Kurzschluss ist.

 

 

 

 

Danke!

Werde eine vierte HKZ besorgen.

Spannung vorhanden.

Bitte noch einige klärende Antworten an den Amateur,der mit dem Ro 80 nur selten Probleme hatte.

 

1.Was heißt "sauber" von 12 auf 0 Volt ?

2.Was heißt "je nach Betätigung des Eingangs" Tastverhältnis?/Widerstand? Wäre das der Unterschied zwischen

  Kabeltrennung und Unterbrechertrennung?

3.Wieso entstehen extrem kräftige Funken bei der beschriebenen Kabeltrennung?Können diese auch bei einer defekten      

   HKZ produziert werden?

4.Wie lässt sich ein Kurzschluss im Verteiler feststellen?

 

Mit der Bitte um Nachsicht  und Geduld mit einem,der außer Versuch und Irrtum nur das Handbuch (ab Seite 190 ) und die Tips als Hilfe hat.

Bild von Ralf

1. Spannungen so nahe wie möglich an der HKZ messen, am besten am Stecker.

Zündung an: Min. 11.5 V zwischen Klemme 8 und 3 der HKZ.

U-Kontakt geschlossen: max. 0.5 V zwischen Klemme 7 und 3 der HKZ.

U-Kontakt offen: Min. 11.5 V zwischen Klemme 7 und 3 der HKZ.

 

2. Ja, es können sich kleine Unterschiede ergeben. Einer der typischen HKZ-Defekte ist in der Eingangsstufe und kann eine funktionierende HKZ vortäuschen, die doch defekt ist. Sie zündet dann nur ganz sporadisch.

 

3. siehe zunächst 2.. Und das ist der Punkt, weshalb ich einen Kurzschluss im Verteiler für möglich halte. Exotisch, aber so wie du es beschreibst, könnte das Kabel vom Kontakt zur Durchführung oder die Durchführung selbst dauerhaft mit Masse verbunden sein. Der Kontakt wäre dann kurzgeschlossen.

Frage: Es entsteht hoffentlich kein Funke an der Kabel-Trennstelle beim Trennen?

 

4. An der Durchführung des Kontaktkabels nach außen ("Klemme 1") eine Prüflampe anschließen, anderes Ende an Batterie +. Die Lampe muss genau dann leuchten, wenn der Kontakt geschlossen ist. Motor drehen, bis der Kontakt geöffnet ist. Lampe muss erlöschen. Statt Prüflampe ersatzweise eine ausgebaute Kennzeichenleuchte, Innenraumleuchte o.ä. verwenden.

Wenn die Messung unter 1. an Klemme 7 der HKZ die genannten Werte ergibt, ist das aber ok.

 

 

 

Vorerst Danke!

Morgen mach ich mich wieder an die Arbeit.

Hallo,

"morgen" ist zwar schon lange her, aber schön wäre es, wenn man mal erfahren würde, woran es bei der Störung lag? 

 

Ist das noch möglich? So liest man den ganzen Sermon durch, den die vielen netten Helfer geschrieben haben und am Schluß fehlt die Auflösung durch den Fragesteller. Reine Zeitverschwendung!

Bild von Sascha Scheben

Robert 80-73 schrieb:

Hallo,

"morgen" ist zwar schon lange her, aber schön wäre es, wenn man mal erfahren würde, woran es bei der Störung lag? 

 

Ist das noch möglich? So liest man den ganzen Sermon durch, den die vielen netten Helfer geschrieben haben und am Schluß fehlt die Auflösung durch den Fragesteller. Reine Zeitverschwendung!

 

Hallo Robert!

Der Grundgedanke Deines Beitrages ist vollkommen richtig, es ist schon wenig erquickend den Verlauf zu lesen und am Ende nicht die Lösung zu erfahren.

 

Aber man könnte das auch, vor allem den letzten Passus betreffend, etwas freundlicher formulieren.

Wie wäre es, wenn Du den Ersteller des Beitrages direkt anschreibst und ihn bittest die "Lösung" nachzutragen?

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor! (Hast Du einen Ro-Rotor, hast Du einen ZündTRAFO!)

Ich störe mich an dem Begriff "Zündspule".

Die HKZ arbeitet mit einem Zündtrafo, der nicht baugleich einer Zündspule ist.

 

Bild von Christoph

hartenwo schrieb:

Wenn ich den bestehenden Stromkreis durch Trennen und Zusammenfügn der Stecker an der Isolation in das Verteilergehäuse unterbreche oder wiederherstelle,erhalte ich den ersehnten überaus kräftigen Funken sowohl auf den Kerzen als auch im Verteiler.

 

Dieser Erfolg stellt sich NICHT ein,wenn ich die Trennung über den Unterbrecherkontakt herstelle;auch dann nicht,wenn ich diesen ausbaue und „lose“ im Stromkreis öffne oder schließe.

 

 

Moin,

 

mir ist es schon vorgekommen, daß ein nigelnagelneuer Unterbrecher [BOSCH] nicht funktionierte, also so eine Art "eingebauten Kurzschluß" hatte.

 

Frage also: schon einen anderen Unterbrecher versucht?

 

Gruß, Christoph

"Eine Unterscheidung von Perzeption und Illusion ist sinnlos." Humberto Maturana

Bild von Ralf

Ach, dann gibt es sowas tatsächlich!

Er schrieb allerdings, er hat ihn getauscht...

 

Bild von Christoph

Ja, ich habe es schon einmal erlebt, daß ich einer 10er Packung Unterbrecher zwei Stück nacheinander defekt entnommen hatte - ich messe daher [jetzt nicht mehr, da ich neuerdings die Laubersheimer drin habe] immer erst den Unterbrecher durch, ob er keinen Kurzschluß hat.

 

Gruß, Christoph

"Eine Unterscheidung von Perzeption und Illusion ist sinnlos." Humberto Maturana

Bild von Matthias

Ich habe heute mal einen neuen Unterbrecher aus meinem Regal zur Hand genommen (Bosch 1 237 013 130). Der hatte keinen Kurzschluß -  im Gegenteil, er kontaktierte beim Durchmessen nur rein zufällig. Ich habe es genauer gemessen und festgestellt, dass die unzuverlässige Stelle direkt bei den beiden Kontaktplatten liegen muss.

 

Der vorgeschriebene maximale Übergangswiderstand von 0,5 Ohm wurde sogar immer überschritten - auch bei scheinbarem Durchgang.

 

Materialproblem?

 

Nachdenkliche Grüße

Matthias

Bild von malachit

Der Fehler ist an der Stelle am Zündverteiler zu suchen, wo sich die Isolation und  die Kontaktzunge der Zündsteuerleitung befindet.

Beim Abziehen des Stecker wird auch die Isolation irgendwie gedehnt und stellt wieder ihren hohen Isolationswiderstand her. Dadurch kann die HKZ beim Abzieh des Steckers einen Zündfunken erzeugen.

Evtl. hat auch das Kabel des Zündkontaktes an der besagten Stelle Masseberührung oder geringen Isolationswiderstand durch Risse, Fette, Korrosion, etc. Während der mechanischen Belastung beim Abziehen des Steckers. ändern sich diese Verhältnisse.

Abhilfe:

 Isolator ausbauen, reinigen mit Bremsenreiniger etc., auf Risse oder sonstige Beschädigung untersuchen und danach mit allen Isolierscheiben wieder einbauen.

 

Trotzdem würde ich auch noch einmal den elektrischen Durchgang des Zündkontaktes prüfen. Wie hier schon mehrfach erwähnt hatte ich habe auch schon Kontakte gehabt, die den schwachen Steuerstrom für die HKZ  noch mehr behinderten.

Bild von Imploder

Gestern wollte ich mein Dornröschen nochmals umparken und habe den Motor nach ein paar Wochen Standzeit nicht mehr anbekommen. Lief kurz, gingt aus, tot. Nachdem ich die gesamte Kraftstoffversorgung geprüft hatte, zwei HKZ ausprobiert und aufgrund der feuchten Kerzen doch wieder die Zündung in Verdacht hatte kam die Erleuchtung:
Unterbrecherkontakt hochohmig!
Mehrwöchige Standzeiten nimmt der U-Kontakt übel. Das ist mit ja bekannt, aber dass es so schnell geht, hätte ich nicht vermutet!
Leider fand ich noch keine kostengünstige Lösung à la Ignitor für den RO-Verteiler. Da werde ich mir was bauen müssen.

Bild von Dirk Weber

Hallo,

 

Bei www.laubtec.de gibt's die. Fährt in etlichen Ro80 seit Jahren.

 

Gruß Dirk

Gruß aus dem Westerwald,
Dirk Weber
(Ro 80 Kreis südliches Westfalen)