Achsmanschette außen tauschen - Knackpunkte!

Bild von ramto171

Hallo!

 

Meine ist hin, interessanter Reparaturversuch mit superflex "Pattex Extrem" Kleber da kleine Löchlein zu stopfen hat freilich nur bedingt funktioniert, aber ich wollte mal wissen ob der was kann. Manschette-Ersatz gestern besorgt (Spidan lt Liste war nicht lagernd, drum anderer Hersteller gl. Vergleichsnummer gekriegt).

 

Frage an Geübte: Gibts was Besonderes das man wissen / einhalten muss, damit man nicht ins Joch gerät und sich so wenig wie moeglich Arbeit macht. Habe mal gerade bisserl gestöbert und was von Kronenmutter gelesen (guter Hazet Schlagschrauber ist da). Federbein muss ganz raus oder nur losschrauben und zur Seite spannen.... Will auch nicht Gleichlaufgelenk "auseinanderziehen" bis die Kugeln raus plumpsen, hatte ich schon mal das Vergnügen bei meinem Alltagsvolvo und wurde zur Riesen-Schrauberei, drum frage ich lieber.

Ein Antriebsmanschetten-Spreizer-Gerät wäre auch bei Kollegen ausborgbar, wenn nötig, um über nen Tripod mit der Manschette drüber zu kommen. Damit koennen die heute "Universalmanschetten" mit geringem Zerlegeaufwand so weit spreizen um über diese "Knochen" mit der kleinen Seite drüber zu kommen.

 

Gruss, Otmar

Bild von Tilmann Karl

Hallo,

 

ist doch alles im Rep. Buch beschrieben ;)

Erstmal Mutter für das Radlager lösen (brauchst 2 Mann und lange Verlängerung 1,5m...) 

Federbein los schrauben am Achskörper (beim Alukörper reißen oft die Schrauben wg. Korrosion).

Antriebswelle an Bremsscheibe los schrauben. Dann mit Hammer (Vorschlaghammer) und Holz auf die Welle schlagen und hoffen, dass diese gleich aus dem Achskörper raus geht. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass dies meist schwierig ist. Also Radlager gleich mit tauschen, sowie innenliegende Manschette auch. Die werden kaum gewechslet, da weniger beansprucht. 

Zum Anziehen LKW Drehmomentschlüssel verwenden, 420 Nm...

 

 

 

 

Grüße

Tilmann Karl

69-padmagrün

 

Bild von ramto171

Danke - eben, im Rephandbuch stehts freilich, aber oft ist das nicht der Weisheit letzter Schluss mit heutigem Erfahrungs-Wissen. Die Inneren wollte ich jetzt nicht tauschen, aber werde mal nen Blick drauf werfen ob die auch schon "feinrissig" in der Falte sind, wie das Äussere an einer kleinen Stelle die durchsaftelt.

 

Gruss, Otmar

Bild von Matthias vom Bodensee

Wichtig beim Einbau: Die Schrauben welche das Federbein am Alu-Radlagergehäuse halten gut fetten. Ich hab damals Silberfett verwendet, gammelt nie wieder fest!

 Wenn Du die äußere Achsmanschette tauschst würde ich Dir ebenfalls empfehlen die innere gleich mit zu machen. Der Hintergrund: die innere hat einen Blechdeckel den man entfernen muss um die Manschette ab zu bekommen. Danach ist der Deckel vermutlich hin und Ersatz: Fehlanzeige. Darum äußere Manschette (die eh getauscht wird) ausbauen, dann die innere nach außen hin abziehen, neue innere Manschette von der Außenseite wieder aufscheiben und dann erst die äußere Manschette drauf machen. Alles in einem Abwasch erledigt. Wenn man will kann man bei der Gelegenheit gleich noch die Antriebswelle aufhübschen.

Übrigens das Außengelenk hat einen Sicherungsring, den man durch eine Aussparung im Gelenk spreizen muss um das Außengelenk runter zu bekommen. Gelenk gut sauber machen, dann wird der Spalt sichtbar und der dahinter liegende Sicherungsring.

Kann sein, dass der sich nicht einfach spreizen lässt, weil er unter Spannung steht. Dann mal mit dem Hammer vorne dem Gelenk einen Schlag geben, um die Spannung weg zu nehmen und den Ring zu entlasten.

 

Die Kronenmutter außen an der Radnabe ist häufig fester als "nur" mit 420Nm. Das kann u.U. sportlich werden bis die auf ist!

LKW-Schlagschrauber plus guter Kompressor ist extrem von Vorteil.

 

 

Viel Erfolg!!!

 

schöne Grüße

Matthias