Bremswirkung zu gering

Bild von jfort1

Hallo zusammen und frohe Pfingsten,
habe ich doch in den letzten Wochen am Restaurationsobjekt die Bremsanlage grundlegend ueberholt. Habe saemtliche Leitungen und Schlaeuche, sowie Gummimanschetten in allen Hydraulikzylindern, 4 Bremssaettel, 1 Hauptbremszylinder, 1 Bremskraftregler, erneuert sowie auch saemtliche Bremskloetze an allen Scheibenbremsen. Umso ernuechternder war die erste Probefahrt: Mir ist es auf trockenem Asphalt auch mit Anstrengung nicht gelungen auch nur eines der vier Raeder zum Blockieren zu bekommen. :-( Das muesste doch eigentlich moeglich sein, oder?
Den Bremskraftversaerker habe ich lediglich aus- und eingebaut, auch weil ich froh war, dass dort keine Bremsfluessigkeit drinnen angesammelt war. Sollte hier die Membran undicht sein? Kann ich das irgendwie testen?
Im voraus besten Dank fuer jeden Tipp von euch und
beste Gruesse aus OWL
Manfred Fortmeier

Bild von Tilmann Karl

Hallo,

wenn alles korrekt entlüftet worden ist,
dann kann es meiner Meinung nach, nur an dem Bremskraftverstärker liegen.
Eine weitere Möglichkeit kann mangelhafter Unterdruck sein.
Und klar, wenn du eine Vollbremsung machst, müssen die Vorderräder blockieren.

Grüße

Tilmann Karl

69-padmagrün

 

Bild von Pieter Jakobs

Vielleicht liegt es aber nur daran dass die Bremsklötze nicht eingelaufen sind, es braucht etwas Zeit (Km) bevor alles richtig funktioniert, viele Grüße, Pieter

Bild von Andreas Meyer

jfort1 schrieb:

...
Den Bremskraftversaerker habe ich lediglich aus- und eingebaut, auch weil ich froh war, dass dort keine Bremsfluessigkeit drinnen angesammelt war. Sollte hier die Membran undicht sein? Kann ich das irgendwie testen?
 

 

Hallo,

 

den Bremskraftverstärker kannst du ganz einfach testen:
- Motor abstellen

- Bremspedal mehrfach durchtreten, im Normalfall wird es von mal zu mal schwieriger, der Pedaldruck wird "hart"

- bei durchgetretenem Bremspedal den Motor starten, nun sollte das Pedal leicht absenken und der Pedaldruck wieder "weicher" werden

Funktioniert dies nicht, ist der Bremskraftverstärker defekt.

 

Es kann aber auch sein, dass die Membrane nur leicht undicht ist, dann ist diese Funktion noch eingeschränkt vorhanden. In diesem Fall kann man aber beim Betätigen des Bremspedals in der Regel ein leises Zischen im Innenraum hören.

 

Rotierende Grüße
Andreas

Andreas Meyer, 2. Vorsitzender, Ro 80 Club International e.V. - Verein für Kreiskolbentechnik

Bild von Andreas Bertsch

Hallo Manfred

falls du eine Unterdruckpumpe hast kannst du diese auch am Bremskraftverstärker anschließen und diesen auf Dichtheit überprüfen. Mit der Unterdruckpumpe auf ca. 800mbar Unterdruck evakuieren und schauen wie schnell der Druck abfällt. Aus meiner Erfahrung gibt es von den Originalen BKV keine 100% dichten mehr, da auch die Membran altert. Bei geringem Druckabfall kann man ihn weiter verwenden, bei stärkerem (nach 3 Minuten -300mbar) sollte man ihn austauschen.

Ich würde ihn sowieso erneuern, einen neuen Ersatz BKV kannst du von mir haben, dann bremst er wie ein heutiges Auto :-).

Aber schaue dir mal das ganze Unterdrucksystem an ob alles soweit dicht ist. Wenn die Schaltung/Kupplung aber gut funktioniert tippe ich auch auf den BKV.

 

LG Andreas

Bild von Guido

Dieser neue Bremskraftverstärker ist das Beste, was ich meinem RO je gegönnt habe.  Das ist jeden Cent wert !

 

 

Es muß nicht alles original sein !

Bild von jfort1

Vielen Dank fuer all eure Tipps. Kommenden Donnerstag komme ich hoffentlich dazu den ein oder anderen Test zu machen, um die Ursache zu finden.
Und noch eine Frage:

Zum Einstellen des Bremskraftreglers an der Hinterachse habe ich im Reparaturhandbuch gelesen, dass man die Hebelstellung einstellt, indem man den Ro an der Hinterachse um xx mm anhebt, damit das Betaetigungsgestaenge so gerade eben noch nicht den Kolben des BKR betaetigt. Leider ist mein Reparaturhandbuch gelocht und im Ordner abgeheftet, so dass gerade as Mass xx "weg gelocht" ist. nennt mir bitte jemand das Mass?
Beste Dank im voraus und viele Gruesse aus OWL
Manfred

Beste Gruesse aus OWL

Bild von Pieter Jakobs

Laut Reparaturhandbuch:

 

"Stellen Sie die Höhe des Hinterrades mit einem Wagenheber so ein, dass der Abstand von der Mittellinie der Hinterachse bis zur Unterkante des Radkastens 35 mm mehr beträgt als wenn das Fahrzeug auf den Rädern steht. In dieser Radstellung sollte der Arm der Torsionsfeder den Kolben gerade noch berühren, wenn er vollständig in das Gehäuse eingefahren ist."

 

Viel Erfolg, Pieter

Bild von Matthias vom Bodensee

Wenn man den Regler nicht so einstellt wie im Handbuch beschrieben dann merkt man das spätestens bei einer Vollbremsund aus hoher Geschwindigkeit, wenn man mit dem Lenkrad rumrudern muss, weil das Heck unruhig wird! Selbst schon erlebt und dann festgestellt, dass der Regler auf voller Beladung fest gegammelt war!

Da kann man schnell mal ins Schwitzen kommen....

schöne Grüße

Matthias