Ro80 hat keinen Leerlauf

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Hallo Ro80-Freunde,

 

seit der letzten Ausfahrt hat mein Ro80 kein Leerlauf mehr. Die ersten Anzeichen waren Fehlzündungen, ein Gefühl, als würde das Auto etwas zurückgehalten. Dann ging er beim Halten einfach aus, ich musste dann die Drehzahl mit der Verse halten.

Ich habe dann das Vergasergehäuse ausgebaut und alle Düsen gereinigt (in einer Leerlaufdüse war auch ein Krümel). Alles wieder zusammengebaut und den Motor gestartet, aber (der Motor war kalt) keine Leerlaufdrehzahl, auch nicht durch die Startautomatik erhöht.

Dann habe ich nochmals das Vergasergehäuse ausgebaut, alle Düsen und das Gehäuse ausgeblasen. Durch Saugen, am Unerdruckschlauch überprüft, ob die Zündverstellung am Verteiler funktioniert, was auch ok war.

An den Leerlaufabschaltventilen habe ich, bei eingeschalteter Zündung, das angesteckte Kabel abgezogen und wieder auf gesteckt - es war ein deutliches klacken zu hören.

Im Unterdruckschlauch zur Pull-down-Membrane hatte sich ein wenig Flüssigkeit (vermutlich Benzin) eingesogen. Das habe ich ausgeblasen und am Schlauch gesaugt, aber kein Vakuum gefühlt.

Die Pull-down-Memrane habe ich ausgebaut. Eine Beschädigung konnte ich aber nicht feststellen, die Membran war aber so gedehnt, das das Membranmaterial die Form des Inneren des Ventildeckels angenommen hat.

Ich habe nun die Pull-down-Membrane im Club-Lager bestellt und erhoffe damit eine Besserung.

Wer hat schonmal das gleiche Problem gehabt und gelöst? Welche Maßnahme könnte ich noch ergreifen?

Wo oder was kann ich noch Überprüfen?

 

Gruß

Hans-Peter

Morgen

Klingt für mich erst mal nach kaputter Zündkerze.

Zu den Abschaltventilen: Auch wenn die klacken kann es durchaus sein, das die nicht richtig öffnen.

In Waging erst erlebt.

Bei der Pull-Down Membran sollte das keine Auswirkung haben.

Bild von HPW

Hallo Herr Pfahlert,

 

danke für den Tip. Ich hatte schon die Zündkerzen gewechselt; die können also ausgeschlossen werden.

Die Leerlaufabschaltventile habe ich jetzt ausgebaut und geprüft, sie klacken nicht nur, sondern bewegen sich auch.

 

Gruß

Hans-Peter

Bild von Matthias vom Bodensee

In Waging erlebt? An einem silbernen 77er? Dann war ich da mit bei. An das musste ich auch gerade denken als ich den Beitrag hier gelesen habe. Technik kann manchmal schon tückisch sein!

 

Schonmal den Unterbrecher angeguckt oder gewechselt? Schließwinkel/Zündzeitpunkt stimmt? Fehlzündungen hört sich für mich eher nach Zündanlage an.

Wie sieht die Verteilerkappe aus, wie der Verteilerläufer? Zündkabel durchgemessen? Die sollten normalerweise 6 kOhm haben (Verteilerstecker jeweils 1Kohm und die Zündkerzenstecker 5 kOhm), sofern sie noch in der Originalkonstellation verbaut sind. Manche fahren auch Kerzenstecker mit 1kOhm oder ohne Widerstand.

 

Ansonsten mal noch die HKZ quertauschen und schauen ob sich etwas ändert. Die Elektronikbauteile da drinnen altern auch wie alles andere am Fahrzeug. Kondensatoren können auslaufen oder austrocknen und können dann die Funktion beeinträchtigen. Mehr fällt mir so auf Anhieb auch gerade nicht ein außer mal noch das Kabel vom Unterbrecher zur HKZ prüfen.

 

schöne Grüße

Matthias

Der Verteiler Finger hat auch einen Wiederstand der kaputt gehen kann...

 

MERKE: Überholen ohne einzuholen ist die Devise,
ein Kreis ist eben ein rundes Quadrat!!!

Bild von HPW

Hallo liebe Ro80-Freunde,

 

vielen Dank für die zahlreichen Tipps, denen ich auch alle nachgegangen bin. Geholfen haben letztendlich der Austausch der Pull-down-Membrane, das penible Zentrieren der Starterklappen, damit die Rückholfeder leichter arbeiten kann und das genaue Einstellen des Spaltmaßes an der kurzen Seite der Starterklappen. Die Einstellung der Umluft- und Leerlaufgemisch-Schrauben ergab dann etwa 1400 U/min ohne Last (aber leicht Unruhig) und stabile 800 – 900 U/min bei eingelegtem Gang.

 

Gruß

Hans-Peter